Warum Deutschland am 2. Februar nutzlose Lufterfrischer feiert
Jedes Jahr am 2. Februar begeht Deutschland einen ungewöhnlichen Feiertag: den Tag des arbeitslosen Lufterfrischers. Die skurrile Tradition begann 2017, nachdem Hörer des WDR-Radiosenders 1Live im Rahmen einer Kampagne für diesen Tag gestimmt hatten. An diesem Tag wird den geruchlosen, vergessenen Autoduftbäumchen gedacht, die nutzlos in Fahrzeugen baumeln.
Die Idee entstand während der 1Live-Aktion "Erfindet euren eigenen Feiertag!" Der Sender bat seine Hörer, Vorschläge für neue Feiertage über einen Facebook-Post mit dem Titel "Wir suchen einen 1Live-Feiertag" einzureichen. Der 2. Februar wurde gewählt, weil Lufterfrischer oft zu Beginn oder Ende eines Monats ihre Wirkung verlieren.
Der Tag ehrt die alten, verblassten, baumförmigen Duftspender, die längst keinen Geruch mehr verströmen. Statt sie wegzuwerfen, sollen die Menschen sie aus Spaß an der Freude behalten. Das Radioteam erklärte, dass es bei dem Feiertag auch darum gehe, ein bisschen Muße zu genießen. Zu den Aktivitäten gehören das Verzichten auf Düfte und das bewusste Wahrnehmen der "in Rente" gegangenen Rückspiegel-Anhänger.
Seit 2017 hat sich die humorvolle Tradition gehalten. Jahr für Jahr gönnen sich die Deutschen eine spielerische Auszeit, um ihren abgelaufenen Lufterfrischern Beachtung zu schenken. Der Tag bleibt eine kleine, aber fröhliche Erinnerung daran, im Alltäglichen auch mal das Komische zu entdecken.






