Von traditionell bis freizügig: Deutschlands Weihnachtsmärkte überraschen mit Vielfalt
Karlheinz MiesDer älteste, der grünste, der erotischste: Extreme Weihnachtsmarkt - Von traditionell bis freizügig: Deutschlands Weihnachtsmärkte überraschen mit Vielfalt
Deutschlands Weihnachtsmärkte sind für ihren festlichen Charme bekannt – doch jeder hat seinen eigenen Charakter. Von historischen Traditionen bis zu skurrilen modernen Ideen bieten sie alles: nachhaltige Gastronomie, ungewöhnliche Unterhaltung oder sogar ungewöhnliche Dresscodes, die mit den gängigen Feiertagsvorstellungen brechen.
Der Dresdner Striezelmarkt in Dresden trägt den Titel des ältesten Weihnachtsmarktes Europas. Urkunden belegen, dass er bereits seit 1434 stattfindet und damit eine der ältesten festlichen Traditionen des Bundeslands ist. Der Essener Weihnachtsmarkt hingegen setzt auf Nachhaltigkeit: Hier wird das Essen auf Porzellantellern serviert, Pommes frites gibt es in Papiertüten.
Doch nicht alle Märkte halten sich an die klassische Linie. Im Hamburger Stadtteil St. Pauli, unweit des Rotlichtviertels, zeigt sich der Weihnachtsmarkt von einer freizügigen Seite. Statt dicker Pullover und Schals tragen Besucher hier mitunter Weihnachtsmützen – kombiniert mit Dessous oder Stringtangs. Ein besonderes Highlight ist die Santa-Pauli-Bühne, die den Festlichkeiten eine ganz eigene Note verleiht. Bundesweit öffnen jedes Jahr rund 2.500 bis 3.000 größere Weihnachtsmärkte ihre Pforten. Manche beeindrucken mit riesigen Tannenbäumen oder monumentalen Pyramiden, andere legen den Fokus auf regionales Handwerk, kulinarische Köstlichkeiten und Musik.
Deutschlands Weihnachtsmärkte sprechen jeden Geschmack an – ob historisch gewachsen, ökologisch bewusst oder verspielt-kreativ. Wer jahrhundertealte Bräuche sucht, wird genauso fündig wie derjenige, der es etwas gewagter mag. Die Vielfalt sorgt dafür, dass kein Markt dem anderen gleicht.