23 May 2026, 12:29

Ulrike Guérot scheitert mit Klage gegen ihre Entlassung an der Uni Bonn

Politikwissenschaftlerin Ulrike Guérot verliert erneut vor Gericht

Politikwissenschaftlerin Ulrike Guérot verliert erneut vor Gericht - Ulrike Guérot scheitert mit Klage gegen ihre Entlassung an der Uni Bonn

Die Politikwissenschaftlerin Ulrike Guérot hat ihren Rechtsstreit gegen die Universität Bonn verloren, nachdem sie Anfang 2023 entlassen worden war. Die Entscheidung folgt auf Plagiatsvorwürfe und ein langwieriges Gerichtsverfahren. Guérot, bekannt für ihre deutliche Haltung zum Ukraine-Krieg und zur Pandemiepolitik, hatte die Entscheidung der Universität als ungerechtfertigt angefochten.

Die Universität Bonn hatte Guérots Stelle im Februar 2023 mit der Begründung gekündigt, sie habe plagiert. Sie zog vor das Arbeitsgericht Bonn und argumentierte, ihre Entlassung sei unbegründet. Das Gericht wies ihre Klage in erster Instanz ab und gab der Universität recht.

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Guérot legte daraufhin Berufung beim Landesarbeitsgericht Köln ein. Doch die Richter bestätigten das ursprüngliche Urteil und begründeten dies mit unangemessenem Verhalten Guérots während des Bewerbungsverfahrens. Damit wurde die Kündigung in zweiter Instanz für rechtmäßig erklärt.

Erstmals größere öffentliche Aufmerksamkeit erlangte Guérot während der COVID-19-Pandemie, als sie die staatlichen Schutzmaßnahmen kritisierte. Ihr Buch „Wer schweigt, stimmt zu“ festigte ihren Bekanntheitsgrad. Zuletzt sorgten ihre Forderungen nach sofortigen Friedensverhandlungen in der Ukraine für Kontroversen. Kritiker warfen ihr vor, die Rollen von Angreifer und Opfer im Konflikt zu verzerren.

Mit dem endgültigen Urteil bleibt Guérots Entlassung von der Universität Bonn bestehen. Ihr Fall wirft weiterhin Fragen nach wissenschaftlicher Integrität und den Grenzen öffentlicher Stellungnahmen auf. Die juristische Auseinandersetzung ist damit abgeschlossen, doch ihre umstrittenen Äußerungen bleiben Gegenstand weiterer Debatten.

Quelle