Transferstreit eskaliert: Atalanta boykottiert Dortmund vor bitterem Champions-League-Duell
Karlheinz MiesTransferstreit eskaliert: Atalanta boykottiert Dortmund vor bitterem Champions-League-Duell
Die Stimmung zwischen Atalanta Bergamo und Borussia Dortmund ist nach einem erbitterten Transferstreit in der Champions League eskaliert. Im Mittelpunkt des Konflikts steht der 19-jährige Verteidiger Samuele Inacio, dessen Sommerwechsel Vorwürfe wegen Verstößen gegen die Regeln ausgelöst hat. Die Beziehungen zwischen den Vereinen erreichten am Mittwoch während ihres Champions League Spiels einen neuen Tiefpunkt.
Der Streit begann, als Atalantas Präsident Antonio Percassi Dortmund vorwarf, gegen die FIFA-Jugendtransferbestimmungen in der Champions League verstoßen zu haben. Er behauptete, die deutsche Mannschaft habe durch ihr Vorgehen außerhalb der vorgesehenen Fristen 'eine dreiste Respektlosigkeit' gezeigt. Konkrete Details, wie Dortmund die Regeln möglicherweise umgangen haben könnte, sind bisher nicht bekannt geworden.
Vor dem Spiel boykottierte Atalanta das übliche Mittagessen der Vereinsvertreter vor dem Anpfiff. Der Protest hielt an, als Dortmund Inacio trotz der Auseinandersetzung in den Kader für die Partie gegen seinen Ex-Klub in der Champions League heute berief. Auf dem Platz sicherte sich die Heimmannschaft mit einem 2:0-Sieg im Hinspiel der Champions League Tabelle die bessere Ausgangsposition.
Percassis Verärgerung geht über den Transfer selbst hinaus. Er argumentiert, Dortmunds Vorgehen missachte nicht nur die Regeln, sondern auch grundlegende Höflichkeit zwischen Vereinen. Der Streit überschattet nun die sportliche Rivalität im Vorfeld des Rückspiels in der Champions League.
Die Folgen von Inacios Wechsel haben die Beziehungen zwischen den beiden Klubs schwer belastet. Atalantas Boykott und die öffentlichen Anschuldigungen deuten auf eine vertiefende Spaltung hin. Gleichzeitig fügt Dortmunds Sieg auf dem Platz der anhaltenden Kontroverse in der Champions League eine weitere Dimension hinzu.






