30 January 2026, 11:14

Thyssenkrupp-Mitarbeiter protestieren vor Hauptversammlung gegen Dividendenpläne und Jobabbau

Eine Gruppe maskierter Personen mit Schildern steht vor einem Tisch mit Mikrofonen, Papieren und Laptops und protestiert gegen das Auslieferungsgesetz in Hongkong, mit einem Banner und beleuchteter Decke im Hintergrund.

Thyssenkrupp-Mitarbeiter fordern Dividendenverzicht - Thyssenkrupp-Mitarbeiter protestieren vor Hauptversammlung gegen Dividendenpläne und Jobabbau

Bei Thyssenkrupp haben Mitarbeiter kurz vor der Hauptversammlung des Konzerns Proteste organisiert. Beschäftigte des HKM-Stahlwerks schlossen sich den Demonstrationen an und forderten Arbeitsplatzsicherheit sowie einen fairen Umgang mit den erwarteten Entlassungen. Die Gewerkschaft IG Metall wirft dem Unternehmen vor, Gewinne über die Belegschaft zu stellen.

Im Mittelpunkt der Proteste stand eine geplante Dividendenausschüttung von 15 Cent pro Thyssenkrupp-Aktie, was einem Volumen von 93 Millionen Euro entspricht. Die Arbeiter verlangten, dass die Aktionäre auf diese Zahlung verzichten, um stattdessen Arbeitsplätze zu sichern. Zudem setzten sie sich für einen Sozialtarifvertrag ein, der faire Bedingungen während des Umstrukturierungsprozesses garantieren soll.

Dr. Peter Giebelhausen, Vorsitzender des Betriebsausschusses von HKM, unterstützte die Forderungen nach einem verantwortungsvollen Umgang mit den Stellenstreichungen. Die Belegschaft betonte, dass langfristige Sicherheit Vorrang vor kurzfristigen finanziellen Vorteilen für Investoren haben müsse.

Der Konflikt verdeutlicht die Spannungen zwischen der Belegschaft von Thyssenkrupp und der Unternehmensführung über die finanziellen Prioritäten. Die Arbeiter fordern, dass die Dividenden stattdessen in den Erhalt von Arbeitsplätzen und einen sozial ausgewogenen Wandel fließen sollen. Das Ergebnis der Hauptversammlung wird zeigen, ob ihre Anforderungen erfüllt werden.