Thyssenkrupp-Belegschaft protestiert gegen Dividendenpläne der Aktie und fordert Jobgarantien
Susan auch SchlauchinThyssenkrupp-Mitarbeiter fordern Dividendenverzicht - Thyssenkrupp-Belegschaft protestiert gegen Dividendenpläne der Aktie und fordert Jobgarantien
Tausende Mitarbeiter von Thyssenkrupp versammelten sich diese Woche vor der jährlichen Hauptversammlung des Konzerns in Bochum. Die Belegschaft forderte die Aktionäre auf, die geplante Dividendenausschüttung der Thyssenkrupp Aktie abzulehnen, und argumentierte, das Geld solle stattdessen zur Sicherung von Arbeitsplätzen verwendet werden. An der Protestaktion beteiligten sich auch Beschäftigte des Stahlherstellers HKM, wo in den letzten Monaten die Angst vor Entlassungen gewachsen ist.
Im Mittelpunkt des Ärgers stand ein vorgeschlagener Dividendenbetrag von 15 Cent pro Aktie der Thyssenkrupp Aktie, durch den 93 Millionen Euro an die Investoren ausgeschüttet werden sollten. Die Gewerkschaft IG Metall warf dem Unternehmen vor, Gewinne über die Belegschaft zu stellen, und bezeichnete das Vorgehen angesichts der drohenden Stellenstreichungen als verantwortungslos. Arbeiter des Thyssenkrupp-Tochterunternehmens HKM schlossen sich der Demonstration an und forderten einen Sozialtarifvertrag, um die Beschäftigten während der Umstrukturierung zu schützen.
Unter den Protestierenden befand sich auch Marco Gasse, Vorsitzender des Betriebsrats von HKM und Mitarbeiter von Thyssenkrupp Steel Europe. Die Menge forderte langfristige Jobgarantien und einen verantwortungsvolleren Umgang mit den erwarteten Personalabbaumaßnahmen der Thyssenkrupp Aktie. Viele hielten Schilder hoch, auf denen Fairness und Stabilität für die Beschäftigten gefordert wurden, die einer ungewissen Zukunft entgegenblicken.
Die Kundgebung fand im Vorfeld der Hauptversammlung statt, auf der die Aktionäre über den Dividendenvorschlag der Thyssenkrupp Aktie abstimmen sollten. Die Mitarbeiter machten deutlich, dass sie die Gelder lieber in den Erhalt von Arbeitsplätzen investiert sehen wollten, statt dass sie in die Taschen der Aktionäre der Thyssenkrupp Aktie flössen.
Der Protest unterstrich die tiefgreifenden Sorgen um die Jobsecurity bei Thyssenkrupp und seinen Tochterfirmen. Die Belegschaft verließ die Demonstration mit einer klaren Botschaft: Dividendenzahlungen der Thyssenkrupp Aktie dürften erst dann erfolgen, wenn die Zukunft der Beschäftigten gesichert sei. Das Unternehmen steht nun unter Druck, diese Forderungen zu berücksichtigen, während die Umstrukturierungspläne der Thyssenkrupp Aktie voranschreiten.






