Theaterstück über Walter Lübckes Mord zeigt Gefahren des Rechtsextremismus in Deutschland
Karlheinz MiesTheaterstück über Walter Lübckes Mord zeigt Gefahren des Rechtsextremismus in Deutschland
Ein neues Theaterstück untersucht den Aufstieg des rechtsextremen Extremismus in Germany – inspiriert vom Mord an dem CDU-Politiker Walter Lübcke
Das Westfälische Landestheater hat ein Stück entwickelt, das die Bedrohungen für die Demokratie und die Gefahren, denen öffentliche Persönlichkeiten ausgesetzt sind, thematisiert. Lübcke, der Regierungspräsident von Kassel, wurde im Juni 2019 von einem bekannten Extremisten ermordet.
Walter Lübcke wurde in der Nacht zum 2. Juni 2019 auf der Terrasse seines Hauses erschossen. Sein Mörder, Stephan Ernst, stand seit den 1990er-Jahren unter Beobachtung der Behörden und radikalisierte sich zwischen 2015 und 2019 zunehmend. Ernst hatte am 14. Oktober 2015 eine Rede Lübckes in Lohfelden besucht, in der der Politiker über die Flüchtlingspolitik sprach – ein Thema, das in rechtsextremen Online-Foren massiven Hass auslöste.
Das Stück, das mit Unterstützung von Lübckes Familie entstand, wird von der Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen gefördert. Im Mittelpunkt stehen die eskalierende Hetze gegen Politiker:innen und die größeren Risiken für demokratische Werte. Karten sind über das Zentrale Kultur- und Tourismusbüro, telefonisch oder im Webshop des Kulturamts erhältlich. Die Preise liegen zwischen 15 und 26 Euro, ermäßigt für Studierende, Schüler:innen und Bundesfreiwilligendienstleistende.
Ernst wurde 2022 wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Der Bundesgerichtshof bestätigte das Urteil im August desselben Jahres und stürzte damit seine Rolle bei dem politisch motivierten Verbrechen.
Die Produktion zielt darauf ab, das Bewusstsein für den wachsenden Einfluss extremistischer Ideologien in Germany zu schärfen. Durch die Auseinandersetzung mit Lübckes Ermordung zeigt sie die realen Folgen ungebremsten Hasses und politischer Gewalt auf. Das Stück ist Teil der anhaltenden Bemühungen, demokratische Prinzipien zu verteidigen und öffentliche Persönlichkeiten vor gezielten Bedrohungen zu schützen.