Tagespflege in Bergisch Gladbach kämpft mit Dutzenden freien Betreuungsplätzen
Anatol FrankeTagespflege in Bergisch Gladbach kämpft mit Dutzenden freien Betreuungsplätzen
Tagespflegepersonen in Bergisch Gladbach kämpfen mit Dutzenden freien Plätzen für das kommende Betreuungsjahr
Der Rückgang der Geburtenraten und der Ausbau von Kita-Plätzen für unter Dreijährige führen in Bergisch Gladbach zu einem wachsenden Problem: Mindestens 46 Betreuungsplätze in der Kindertagespflege bleiben unbesetzt – und bis zum Sommer könnten es noch mehr werden, sobald die endgültige Verteilung der Kita-Plätze feststeht.
Jahre lang war die Tagespflege für viele Eltern von Kindern unter drei Jahren die bevorzugte Wahl. Die kleinen Gruppen, die familiäre Atmosphäre und die flexiblen Betreuungszeiten machten sie zu einem wichtigen Baustein der frühen Kinderbetreuung. Doch immer mehr Eltern steigen nun auf Kitas um – aus Sorge, später keinen Platz mehr zu bekommen.
Häufig drängen Kitas Familien dazu, angebotene Plätze schnell anzunehmen, selbst wenn sie sich zunächst für die Tagespflege entschieden hatten. Manche wechseln dann bereits nach wenigen Wochen, was bei den Tagespflegepersonen zu plötzlichen Lücken und finanziellen Belastungen führt. Sarah Heller, Vorsitzende des örtlichen Verbandes, hat ihren Ausstieg aus dem Beruf angekündigt – die Unsicherheit und mangelnde Planungssicherheit seien für sie nicht mehr tragbar.
Der Verband betont, dass Tagespflege und Kitas eigentlich Hand in Hand arbeiten sollten, statt in Konkurrenz zueinander zu stehen. Doch mit sinkenden Geburtenzahlen und mehr Kita-Angeboten wächst die Verunsicherung bei den Tagespflegepersonen. Die Zahl der freien Plätze könnte in den kommenden Monaten weiter steigen, wenn die endgültige Verteilung abgeschlossen ist.
Geburtenrückgang und Kita-Ausbau setzen Tagespflege in Bergisch Gladbach unter Druck Mit bereits 46 unbesetzten Plätzen und weiteren, die voraussichtlich folgen werden, warnen Tagespflegepersonen vor zunehmenden finanziellen und emotionalen Herausforderungen. Die Stadt steht nun vor der Aufgabe, das Betreuungsangebot an die schrumpfende Nachfrage anzupassen.






