Süchtelns Laternenumzüge gerettet: Kompromiss sichert St.-Martins-Tradition
Krzysztof LöfflerSüchtelns Laternenumzüge gerettet: Kompromiss sichert St.-Martins-Tradition
Laternenumzüge in Süchteln finden wie geplant statt – trotz Bedenken zu Sicherheit und Unterstützung
Nach Diskussionen über Sicherheit und organisatorische Unterstützung werden die diesjährigen St.-Martins-Umzüge in Süchteln wie vorgesehen stattfinden. Bürgermeisterin Sabine Anemüller wies Vorwürfe zurück, die Stadt oder die Feuerwehr habe die Tradition gefährdet. Stattdessen habe man gemeinsam eine Lösung innerhalb des rechtlichen Rahmens erarbeitet, um einen reibungslosen Ablauf der Veranstaltungen zu gewährleisten.
Auslöser der Debatte waren Bedenken der St.-Martins-Vereine zur Rolle der Feuerwehr bei den Umzügen. Rechtlich sind Feuerwehrkräfte nicht verpflichtet, an solchen Veranstaltungen teilzunehmen, da ihr Hauptauftrag im Brandschutz – und nicht in der Verkehrs- oder Öffentlichkeitsabsicherung – liegt. Zwar können sie freiwillig mitlaufen, ihre Anwesenheit zählt jedoch nicht zur Erfüllung der gesetzlich vorgeschriebenen Sicherheitsauflagen.
Die Stadtverwaltung griff ein und präzisierte die Regeln: Die Vereine müssen nun eine festgelegte Anzahl an Begleitpersonen stellen, die alle mit Warnwesten ausgestattet sind und Beleuchtungsmaterial mitführen. Die Polizei übernimmt während der Umzüge die Sicherheitsaufsicht, während das Ordnungsamt die abschließenden Kontrollen durchführt.
Anemüller betonte, dass weder die Feuerwehr noch die Stadt die Tradition in Frage gestellt hätten. Vielmehr habe die Verwaltung den Vereinen Unterstützung bei noch offenen Punkten angeboten. In einem Kompromiss einigte man sich darauf, die Umzüge im bestehenden rechtlichen Rahmen durchzuführen.
Die Vereinbarung sichert den Fortbestand der St.-Martins-Umzüge mit klaren Sicherheitsvorgaben. Feuerwehrleute dürfen weiterhin teilnehmen – allerdings nur auf freiwilliger Basis und nicht im Rahmen ihres Dienstes. Die Stadt steht bereit, sollte es zu weiteren Herausforderungen kommen.






