Strabag wächst kräftig und verschiebt 40.000-Tonnen-Brücke wie im Zeitraffer
Susan auch SchlauchinStrabag wächst kräftig und verschiebt 40.000-Tonnen-Brücke wie im Zeitraffer
Strabag, Europas größter Baukonzern, verzeichnet starkes Wachstum im ersten Halbjahr 2025 – und vollbringt ein technisches Meisterwerk in Deutschland
Der Baukonzern Strabag, Europas größtes Bauunternehmen, meldet für das erste Halbjahr 2025 ein kräftiges finanzielles Wachstum. Gleichzeitig gelang dem Unternehmen in Deutschland ein spektakuläres Ingenieurskunststück: Ein 40.000 Tonnen schwerer Brückenabschnitt wurde im Ganzen verschoben. Parallel laufen Verhandlungen zur Expansion in den Krankenhausmanagement-Sektor durch die Übernahme von Vamed-KMB.
In den ersten sechs Monaten des Jahres 2025 stieg der Umsatz von Strabag um sieben Prozent auf 8,9 Milliarden Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) kletterte sogar um 58 Prozent auf 129,4 Millionen Euro. Auch der Auftragsbestand wuchs und erreichte mit 28,4 Milliarden Euro ein Plus von 13 Prozent gegenüber Mitte 2024.
Ein besonderes Highlight war das Projekt der A45-Talbrücke in Rinsdorf (Deutschland): Ingenieure verschoben einen 485,5 Meter langen Brückenabschnitt – inklusive Pfeiler und Fundamente – um 20 Meter zur Seite. Die 40.000 Tonnen schwere Konstruktion blieb dabei vollständig intakt.
Strabag ist aktuell Marktführer in Österreich mit einem Anteil von fünf Prozent und hält in Deutschland zwei Prozent des Bauvolumens. Das Unternehmen investiert jährlich über 20 Millionen Euro in Forschung und Entwicklung. CEO Stefan Kratochwill betonte, Infrastruktur sei das "Lebenselixier" moderner Volkswirtschaften und der "Motor der wirtschaftlichen Entwicklung". Jeder in Infrastruktur investierte Euro multipliziere sich in wirtschaftlichem Nutzen und schaffe Arbeitsplätze.
Über den Bausektor hinaus verhandelt Strabag die Übernahme von Vamed-KMB, einem Spezialisten für Krankenhausmanagement. Der Deal würde auch die Kontrolle über das Wiener Allgemeine Krankenhaus (AKH) und dessen laufende Projekte umfassen. Die Unternehmensstrategie, das sogenannte "Tausendfüßer-Prinzip", zielt darauf ab, Abhängigkeiten von einzelnen Märkten oder politischen Regionen zu verringern.
Österreichs Bundesausgaben für Infrastruktur belaufen sich 2025 auf 9,9 Milliarden Euro – etwa zwei Prozent der Wirtschaftsleistung. Diese Investitionen passen zu Strabags Fokus auf große öffentliche Bauvorhaben.
Die finanziellen Ergebnisse und ingenieurtechnischen Erfolge unterstreichen Strabags Position als Schlüsselfigur im europäischen Baugewerbe. Die mögliche Übernahme von Vamed-KMB könnte das Geschäftsfeld weiter diversifizieren. Mit einem wachsenden Auftragsbestand und kontinuierlichen Forschungsinvestitionen bleibt das Unternehmen auf Infrastruktur als Treiber des Wirtschaftswachstums ausgerichtet.






