28 June 2026, 16:24

Stimmungsumschwung in NRW: Wirtschaftssorgen und Infrastruktur dominieren die Wahlstimmung

Infratest: Bedeutende Verluste für die CDU in NRW - AfD auf Rekordhoch

Stimmungsumschwung in NRW: Wirtschaftssorgen und Infrastruktur dominieren die Wahlstimmung

Stimmung der Wähler in Nordrhein-Westfalen hat sich in den letzten Monaten deutlich gewandelt

Die Zustimmung zur Landesregierung ist gesunken, während wirtschaftliche Sorgen zugenommen haben – dies verändert die politischen Prioritäten und die Unterstützung für die Parteien.

Die Zufriedenheit mit der Arbeit der Landesregierung ist seit Februar stark zurückgegangen. Nur noch 42 Prozent bewerten ihre Leistung positiv, während 53 Prozent unzufrieden sind. Auch die wirtschaftliche Lage wird kritischer gesehen: Lediglich 22 Prozent stufen die Wirtschaftslage des Landes als sehr gut oder gut ein – ein Rückgang um neun Punkte im Vergleich zum Vorjahr. 74 Prozent hingegen bezeichnen sie als befriedigend oder schlecht.

Zudem haben sich die Ängste um die Arbeitsplatzsicherheit verstärkt. 16 Prozent der Erwerbstätigen fürchten mittlerweile, ihren Job zu verlieren – sechs Punkte mehr als im Vorjahr. Infrastruktur hat sich als das drängendste politische Thema etabliert: 31 Prozent der Wähler nennen sie als vordringliches Problem. Jeder vierte Bürger gibt an, an einem typischen Werktag stark von Brückensperrungen und Verkehrsbehinderungen betroffen zu sein. Bildung und Schulen folgen mit 24 Prozent als zweitwichtigstes Anliegen, während Migration auf den dritten Platz gerückt ist – nur noch 20 Prozent messen ihr hohe Priorität bei.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Auch die politische Unterstützung hat sich verschoben. Die CDU von Ministerpräsident Hendrik Wüst liegt nun bei 32 Prozent, ein Minus von drei Punkten seit Februar. Die SPD unter Jochen Ott hat ebenfalls an Zustimmung verloren und kommt nur noch auf 17 Prozent – fast ein historischer Tiefstand. Die Grünen konnten zwei Punkte hinzugewinnen und erreichen 15 Prozent, während die rechtspopulistische AfD auf 17 Prozent geklettert ist, ihr bestes Ergebnis in den Landestrends. Beide Parteien liegen nun gleichauf als zweitstärkste Kräfte. Die FDP hat erstmals seit April 2024 wieder die Fünf-Prozent-Hürde überschritten und legt einen Punkt zu, während die Linke stabil bei sechs Prozent bleibt.

Der Rückgang der Wirtschaftszuversicht und der Regierungszufriedenheit hat die politische Landschaft Nordrhein-Westfalens neu geordnet. Infrastruktur hat Migration als dringlichstes Thema abgelöst, und die Parteiensympathien haben sich verschoben: CDU und SPD verlieren, während AfD und Grüne an Boden gewinnen. Die FDP ist zudem nach langer Abwesenheit wieder im politischen Rennen.

Quelle