13 March 2026, 17:01

Staatsoper Berlin plant sechs spektakuläre Neuproduktionen für 2026/27

Ein Vintage-Konzertplakat für das Leipzig Stadt Theater in New Orleans, Louisiana, aus dem Jahr 1911, das eine Illustration eines Schiffs und Veranstaltungdetails zeigt.

Was die Staatsoper für die nächste Saison geplant hat - Staatsoper Berlin plant sechs spektakuläre Neuproduktionen für 2026/27

Die Berliner Staatsoper Unter den Linden präsentiert ehrgeiziges Programm für die Spielzeit 2026/27

Die Staatsoper Unter den Linden in Berlin hat ein ambitioniertes Programm für die Spielzeit 2026/27 vorgestellt. Sechs Neuproduktionen werden auf die Bühne kommen – keine davon wurde je zuvor in der langen Geschichte des Opernhauses aufgeführt. Gleichzeitig markiert die Saison das dritte Amtsjahr von Christian Thielemann als Generalmusikdirektor, der dem Spielplan neue Impulse verleiht.

Den Auftakt bildet im November 2026 die Reihe Barocktage mit Francesco Cavallis selten gespielter Oper La Calisto. Die Wiederentdeckung dieses Werks soll die Vielfalt der Opernkunst des 17. Jahrhunderts ins Rampenlicht rücken. Im Mai 2027 folgt unter Thielemanns Leitung die Premiere von Engelbert Humperdincks Königskinder – ein weiterer Novum im Repertoire der Staatsoper.

Zu den weiteren Highlights zählen Giacomo Puccinis Manon Lescaut und Gaspare Spontinis La Vestale, die beide erstmals im Haus zu erleben sein werden. Beim Festival 2027 wird zudem Ludwig van Beethovens Vermächtnis mit einer Aufführung seiner Neunten Sinfonie gewürdigt – genau 200 Jahre nach seinem Tod.

Über Berlin hinaus plant das Ensemble internationale Gastspiele, darunter eine Vorstellung in Shanghai sowie Auftritte in Japan und Taiwan. Intendantin Elisabeth Sobotka betonte die Kraft der Oper, das Publikum tief zu berühren, und unterstrich damit den mutigen künstlerischen Kurs der Spielzeit.

Die Ankündigung erfolgt zu einer Zeit, in der das öffentliche Interesse an der Oper neu erwacht ist – nicht zuletzt durch aktuelle Äußerungen des Schauspielers Timothée Chalamet über diese Kunstform. Thielemann lud Chalamet sogar ein, eine Aufführung von Tristan zu besuchen, und schlägt so eine Brücke zwischen zeitgenössischer Popkultur und klassischer Tradition.

Die Spielzeit 2026/27 verspricht eine Mischung aus historischen Premieren und internationaler Strahlkraft. Unter Thielemanns Führung und mit Sobotkas Vision setzt die Staatsoper weiterhin auf Innovation, ohne ihr Erbe aus den Augen zu verlieren. Das Publikum darf sich auf eine Saison freuen, die avantgardistische Ansätze mit zeitlosen Meisterwerken verbindet.

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