Solinger Senioren wehren sich gegen Bus-Sperrung am Ohligser City-Ring
Susan auch SchlauchinSolinger Senioren wehren sich gegen Bus-Sperrung am Ohligser City-Ring
Die Seniorengruppe der Grünen hat sich in die laufende Debatte um den Ohligser City-Ring in Solingen eingeschaltet. Sie argumentiert, dass Pläne zur Sperrung der Lennestraße für Busse ältere Bewohner:innen vor ernste Probleme stellen würden. Ihre Position kommt zu einem Zeitpunkt, an dem lokale Vereine weitreichende Änderungen der Verkehrsanbindungen in dem Gebiet fordern.
In den vergangenen fünf Jahren hat Solingen den öffentlichen Nahverkehr in Stadtteilen wie Ohligs deutlich ausgebaut. So wurde das Busangebot erweitert, darunter die Linie 690, die seit 2023 im 15-Minuten-Takt verkehrt. Die Stadt führte zudem 20 Elektrobusse ein und band die Linien besser an das übergeordnete Rhein-Ruhr-Netz an. Andere Projekte, wie eine geplante Straßenbahnverlängerung nach Ohligs, wurden 2025 zugunsten von E-Bike-Leihsystemen abgelehnt. Seit 2022 ist außerdem ein Carsharing-Netz mit 50 Stationen in Betrieb.
Die Green Seniors lehnen nun Vorschläge von Gruppen wie den Ohligser Jongens, der ISG und der OWG ab, die den City-Ring komplett abschaffen und die Lennestraße vollständig für Busse sperren wollen. Die Seniorengruppe warnt, dass dadurch die Haltestelle "Ohligs Markt" entfallen würde, was für viele längere Fußwege bedeuten würde. Besonders für ältere Menschen – vor allem solche mit eingeschränkter Mobilität oder mit Einkäufen – wäre dies eine unnötige Belastung.
Stattdessen unterstützt die Gruppe den aktuellen Nahverkehrsplan als fairen Kompromiss. Dieser reduziert zwar den Busverkehr auf der Lennestraße, erhält aber die wichtigsten Verbindungen ins Stadtzentrum. Sie betonen, dass die Debatte Verkehr als soziales Thema behandeln müsse, bei dem alle Altersgruppen – insbesondere Senior:innen – berücksichtigt werden.
Die Green Seniors weisen die Kritik anderer lokaler Vereine an den Plänen für den City-Ring zurück. Sie bestehen darauf, dass Änderungen die Mobilität älterer Bewohner:innen schützen müssen. Ohne die Haltestelle "Ohligs Markt" müssten viele längere Wege in Kauf nehmen und wären im Alltag deutlich stärker beeinträchtigt.






