Solingens Lieferkontor öffnet 2026 öfter – neues Leben für das industrielle Erbe
Krzysztof LöfflerSolingens Lieferkontor öffnet 2026 öfter – neues Leben für das industrielle Erbe
Solingens historisches Lieferkontor öffnet 2026 häufiger – Stadt will industrielles Erbe zugänglicher machen
Das historische Lieferkontor in Solingen wird ab 2026 häufiger seine Türen öffnen, um den Zugang zum industriellen Erbe der Stadt zu verbessern. Die in der Nähe des Gründerzentrums gelegene Stätte ist Teil des dezentralen Industriemuseums Solingen, zu dem auch die Hendrichs'sche Fallfabrik und das Wipperkotten gehören. Die Verantwortlichen planen nun, die Öffnungszeiten mit Hilfe von Ehrenamtlichen auszuweiten.
Im kommenden Jahr soll das Lieferkontor mindestens an fünf Terminen geöffnet sein, jeweils von 10:00 bis 14:00 Uhr. Stadtmarketing und Tourismus-Teams koordinieren die Initiative mit dem Ziel, ab April bis Oktober regelmäßig jeden ersten Sonntag im Monat zu öffnen. Falls sich weitere Freiwillige melden, könnten zusätzliche Termine hinzukommen.
Zusätzlich wird der lokale Guide Lutz Peters vier weitere Sonntagsführungen von 11:00 bis 13:00 Uhr anbieten. Darüber hinaus ist für den 19. April um 13:00 Uhr eine geführte Wanderung geplant, die am Gründerzentrum startet und einem Abschnitt des Liewerfrauenwegs bis nach Wipperkotten folgt. Der 15 Kilometer lange Rundweg, der 2023 eingerichtet wurde, verbindet wichtige Industriestandorte in Solingen.
Die Ausstellung im Lieferkontor widmet sich den Liewerfrauen – jenen Frauen, die einst schwere Körbe mit Scherenteilen und Messerklingen durch die steilen Straßen der Stadt trugen. Ihre täglichen Mühen und Arbeitsbedingungen werden detailliert beleuchtet und geben Besuchern einen Einblick in Solingens industrielle Vergangenheit.
Die erweiterten Öffnungszeiten gelten während der Wandersaison von März bis Oktober. Mit mehr ehrenamtlicher Unterstützung könnte das Lieferkontor perspektivisch jeden ersten Sonntag im Monat besucht werden können. Die Maßnahmen sollen das industrielle Erbe der Stadt sowohl für Einheimische als auch für Touristen erlebbarer machen.






