Solingens Bezirksbürgermeister fordert schnelle Lösungen gegen Obdachlosigkeit vor dem Februar

Krzysztof Löffler
Krzysztof Löffler
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Eine Stadtstraße mit einer gelben Tram, Gebäuden mit Fenstern, Schildern, Menschen auf dem Gehweg, parkenden Fahrrädern, einem Straßenpfahl, Drähten, einem Baum und einem bewölkten Himmel.Krzysztof Löffler

Solingens Bezirksbürgermeister fordert schnelle Lösungen gegen Obdachlosigkeit vor dem Februar

Solingens Bezirksbürgermeister Marc Westkämper ruft zu gemeinsamer Lösung der Obdachlosenhilfe vor dem Februar auf

Marc Westkämper, Bezirksbürgermeister von Solingen, hat lokale Verantwortungsträger aufgefordert, im Kampf gegen Obdachlosigkeit an einem Strang zu ziehen – noch vor Einbruch des Februars. Sein Appell: Die Unterstützung Bedürftiger und die Berücksichtigung der Anliegen der Anwohnerinnen und Anwohner müssen Hand in Hand gehen.

Die Thematik gewann an Brisanz, nachdem Berichte über Menschen bekannt wurden, die unter einer Unterführung im Stadtteil Ohligs campieren. Bei frostigen Temperaturen drohen dort erhebliche gesundheitliche Risiken. Westkämper fordert nun einen geschlossenen Auftritt, um Leid zu verhindern und nachhaltige Lösungen zu finden.

Der Bezirksbürgermeister betont, der Stadtrat müsse schnell handeln, um zu verhindern, dass Menschen im Freien der Februar ausgesetzt sind. Es sei eine moralische Verpflichtung, Krankheiten oder gar Todesfälle unter Schutzlosen zu verhindern.

Ein von der Caritas betriebenes Obdachlosenheim existiert bereits in 500 Metern Entfernung zur Unterführung. Doch offizielle Zahlen, wie viele Menschen dort oder unter der Brücke übernachten, liegen nicht vor. Lokale CDU-Mitglieder fordern umfassendere Hilfsmaßnahmen, doch die genauen Dimensionen bleiben unklar.

Westkämper wies Vorwürfe zurück, sein Engagement für einen CDU-Antrag basiere auf Unterstützung der AfD. Stattdessen warnte er, demokratische Parteien müssten zusammenarbeiten, um zu verhindern, dass extremistische Gruppen die Thematik für politische Zwecke instrumentalisieren.

Um voranzukommen, hat Westkämper alle Fraktionen im Stadtrat zu Gesprächen über praktische Lösungen eingeladen. Ein von der CDU organisierter Runden Tisch am 19. Februar soll konkrete Schritte erörtern. Er hofft, dass die kommende Stadtratssitzung am 23. Februar einen gemeinsamen Plan hervorbringt, der die Lebensbedingungen Obdachloser verbessert und gleichzeitig die Sorgen der Anwohner mildern kann.

Für Westkämper besteht die Herausforderung darin, Soforthilfe mit langfristigen Strategien in Einklang zu bringen. Dialog und geteilte Verantwortung seien entscheidend, um Fortschritte ohne Spaltung zu erzielen.

Die nächste Stadtratssitzung am 23. Februar wird zeigen, wie Solingen die Obdachlosigkeit in Ohligs angeht. Westkämpers Drängen auf Zusammenarbeit zielt darauf ab, sowohl akute Nothilfe als auch nachhaltige Unterstützung zu gewährleisten.

Gelingt der Austausch, könnten daraus klarere Regelungen zu Unterkunftszugang, Gesundheitsrisiken und Bürgeranliegen hervorgehen – noch bevor der Februar richtig Einzug hält.

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