Solingen trauert um Jochen Müller-Stöver – ein Leben für die SPD und die Stadt
Solingen trauert um Jochen Müller-Stöver – ein Leben für die SPD und die Stadt
Jochen Müller-Stöver, eine prägende Persönlichkeit des politischen und gesellschaftlichen Lebens in Solingen, ist verstorben. Als treibende Kraft hinter dem Gemeinschaftsgeist im Stadtteil Wald setzte er sich über sechs Jahrzehnte für die SPD und lokale Belange ein. Seine Verdienste reichten von der Bildungsförderung und dem Denkmalschutz bis hin zur finanziellen Führung öffentlicher Einrichtungen.
Müller-Stövers politischer Werdegang begann am 1. Januar 1963 mit seinem Eintritt in die SPD. Im Laufe der Jahre übernahm er Schlüsselpositionen, darunter den Vorsitz des SPD-Ortsvereins Wald und später des Solinger Bezirks. Seine 15-jährige Amtszeit als Bezirksvorsitzender machte ihn zu einer Identifikationsfigur für Wald – er galt als "Verkörperung des selbstbewussten und engagierten Geistes" des Stadtteils.
2004 und 2009 kandidierte er für das Amt des Oberbürgermeisters und brachte dabei seine markante Energie und Entschlossenheit ein. Darüber hinaus wirkte er als Stadtrat und Bezirksvertreter und setzte sich konsequent für sozialdemokratische Werte ein. Besonders prägend war sein Engagement im Bildungsbereich, etwa durch seine Arbeit an der Friedrich-Albert-Lange-Gesamtschule.
Auch beim Erhalt lokaler Wahrzeichen spielte Müller-Stöver eine zentrale Rolle: Er trieb die Sanierung der evangelischen Kirche in Wald voran, sicherte die Finanzierung für das Ittertaler Freibad und rettete die Stadtteilbibliothek. Später stabilisierte er als Vorsitzender des Aufsichtsrats des Solinger Städtischen Klinikums dessen Finanzen und verbesserte die Mitarbeiterzufriedenheit.
Vor zwei Jahren wurde sein jahrzehntelanges Wirken mit dem Bundesverdienstkreuz gewürdigt – eine Auszeichnung für sein lebenslanges Engagement für die Stadt und die SPD.
Müller-Stöver hinterlässt ein Erbe tief verwurzelter bürgerlicher Teilhabe und politischer Führung. Seine Arbeit in Bildung, Denkmalschutz und öffentlicher Verwaltung prägte die Entwicklung Solingens über Generationen hinweg. Die Stadt wird ihn als unermüdlichen Fürsprecher für das Gemeinwohl und sozialdemokratische Grundsätze in Erinnerung behalten.
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