Solingen startet radikale Wende im Kampf gegen Obdachlosigkeit mit "Housing First"
Krzysztof LöfflerSolingen startet radikale Wende im Kampf gegen Obdachlosigkeit mit "Housing First"
Solingen will seinen Umgang mit Obdachlosigkeit grundlegend reformieren – mit einer neuen langfristigen Strategie. Ein fraktionsübergreifender Antrag fordert strukturierte und nachhaltige Maßnahmen zur Unterstützung von Menschen ohne Unterkunft. Der Plan sieht eine bessere Vernetzung der Hilfsangebote sowie einen Fokus auf Prävention vor. Die Stadtverwaltung soll die Umsetzung der Änderungen federführend gestalten.
Der Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Gemeinschaftsteilhabung wird am 21. April 2026 über die Vorschläge beraten. Kernstück der Strategie ist das "Housing First"-Modell, das stabile Wohnverhältnisse als ersten Schritt zur Hilfe für obdachlose Menschen vorsieht. Aktuell leben in Solingen etwa 20 Menschen ohne jede Unterkunft – ein Zeichen für die Dringlichkeit des Themas.
Der Antrag plädiert zudem für eine engere Zusammenarbeit der bestehenden Akteure, um Lücken in der Unterstützung zu vermeiden. Präventive Maßnahmen wie niedrigschwellige Gesundheits- und Beratungsangebote sollen ausgebaut werden, um Obdachlosigkeit von vornherein zu verhindern. Ein weiterer zentraler Schritt ist die dauerhafte Verankerung der erfolgreichen Initiative "ProMie+ Solingen".
Um die Fortschritte zu dokumentieren, werden regelmäßige Berichte über die Wirksamkeit der Maßnahmen erstellt. Die Stadtverwaltung wurde beauftragt, die Koordination zu verbessern und bestehende Hilfsprogramme für obdachlose Bürgerinnen und Bürger auszubauen.
Bei Annahme der Strategie würde dies einen Wandel hin zu einem organisierteren und proaktiveren Umgang mit Obdachlosigkeit in Solingen bedeuten. Der Fokus des Ausschusses auf Nachhaltigkeit und Prävention zielt darauf ab, die Zahl der Menschen ohne Unterkunft zu verringern. Regelmäßige Updates sollen für Transparenz sorgen, während der neue Ansatz in die Praxis umgesetzt wird.






