Schwarzfahrer am Bonner Hauptbahnhof als mutmaßlicher Raubkomplize entlarvt
Anatol FrankeSchwarzfahrer am Bonner Hauptbahnhof als mutmaßlicher Raubkomplize entlarvt
Routine-Kontrolle am Bonner Hauptbahnhof führt zur Festnahme eines 20-Jährigen
Bei einer Routinekontrolle am Bonner Hauptbahnhof wurde am 18. März ein 20-jähriger Mann festgenommen. Bundespolizisten hielten ihn nach einer Fahrt ohne gültiges Ticket in einem Intercity-Express-Zug an. Weitere Überprüfungen ergaben, dass gegen ihn ein Haftbefehl wegen eines schweren Raubüberfalls in Köln aus dem vergangenen Jahr vorlag.
Der Vorfall begann, als der Mann aus Rheinland-Pfalz ohne bezahltes Ticket in dem Zug angetroffen wurde. Auf Nachfrage gab er an, keinen Ausweis bei sich zu tragen. Die Beamten führten eine Personenabfrage durch, bestätigten seine Identität und entdeckten dabei den offenen Haftbefehl.
Der Haftbefehl stand im Zusammenhang mit einem besonders schweren Raub am 16. Dezember in Köln-Brück. Ein 36-jähriger Tatverdächtiger hatte demnach einen Mitarbeiter eines Discounters mit Pfefferspray angegriffen und anschließend eine größere Geldsumme gestohlen. Der Täter floh in einem Opel Combo; das Opfer lieferte der Polizei entscheidende Hinweise. Die Ermittler identifizierten den 20-Jährigen später als mutmaßlichen Fluchtfahrer.
Nach dem Fund nahmen die Beamten den Mann vorläufig fest. Er wurde anschließend an die zuständigen Behörden überstellt und muss sich nun wegen des Raubüberfalls sowie der Schwarzfahrt verantworten.
Dem Mann drohen nun juristische Konsequenzen – sowohl wegen seiner mutmaßlichen Beteiligung an dem Raub als auch wegen des Verstoßes gegen die Beförderungsbedingungen. Die Kriminalinspektion Koblenz übernimmt die weiteren Ermittlungen; mit zusätzlichen Details ist im Laufe des Verfahrens zu rechnen.






