Schalke 04 glänzt sportlich, kämpft aber mit Millionen-Schulden aus der Pandemie
Anatol FrankeSchalke 04 glänzt sportlich, kämpft aber mit Millionen-Schulden aus der Pandemie
FC Schalke 04 kämpft trotz starkem Saisonstart mit finanziellen Engpässen
Trotz eines überzeugenden Beginns in die Saison steht der FC Schalke 04 vor finanziellen Herausforderungen. Mit 27 Punkten aus 12 Spielen belegt der Verein aktuell den zweiten Platz in der Tabelle. Dennoch ist das Gehaltsbudget bereits bis an die Grenze von 22 Millionen Euro ausgeschöpft.
Die finanziellen Probleme des Clubs haben ihren Ursprung in Krediten aus der Pandemiezeit. Im April 2020 sicherte sich Schalke 35 Millionen Euro von einem Bankenkonsortium. Weitere 25 Millionen Euro flossen von der staatlichen KfW-Bank als COVID-19-Nothilfe. Diese Darlehen müssen bis 2028 zurückgezahlt werden, mit jährlichen Raten von etwa sechs Millionen Euro.
Aufgrund der aktuellen Gehaltsgrenze sind Neuverpflichtungen nur möglich, wenn zuvor Spieler abgegeben werden. Ein Verkauf im Winter würde lediglich die bestehenden Kosten decken, während ein zweiter Abgang möglicherweise Mittel für einen Neuzugang freimachen könnte. Als potenzielle Transferkandidaten gelten Henning Matriciani, Ibrahima Cissé, Anton Donkor und Bryan Lasme.
Sportlich bleibt Schalke konkurrenzfähig. Nur der SC Paderborn liegt mit 29 Punkten vor den Gelsenkirchenern. Der Drittplatzierte SV Elversberg folgt bereits mit vier Punkten Rückstand – ein Beleg für die starke Position des Clubs in der Liga.
Erst nach der vollständigen Tilgung des Nothilfekredits Anfang 2028 könnte sich die finanzielle Lage entspannen. Bis dahin muss der Verein seine Haushaltsplanung sorgfältig steuern. Spielerverkäufe bleiben die wahrscheinlichste Finanzierungsquelle für mögliche Wintertransfers.






