Sabotagewelle erschüttert Deutschlands Verkehrsinfrastruktur im Jahr 2025
Krzysztof LöfflerSabotagewelle erschüttert Deutschlands Verkehrsinfrastruktur im Jahr 2025
Deutschland verzeichnete 2025 einen drastischen Anstieg gezielter Angriffe auf seine Verkehrsinfrastruktur. Die Behörden registrierten 93 Fälle von vorsätzlicher Sabotage – ein deutlicher Anstieg im Vergleich zu den Vorjahren. Betroffen waren Schienen-, Luft- und Schifffahrtsnetze im gesamten Land.
Das Jahr begann mit einer Entgleisung eines Güterzugs zwischen Essen und Oberhausen am 12. Januar. Eine auf den Gleisen platzierte Metallklemme hatte den Unfall ausgelöst, der später als Sabotageakt bestätigt wurde. Das Ziel: ein geplanter US-Militärkonvoi auf derselben Strecke sollte behindert werden.
Ende Juli führten zwei Kabelbrände auf der Strecke Duisburg–Düsseldorf zu Sperrungen und Ausfällen im Zugverkehr. Auch hier vermuteten die Ermittler vorsätzliche Anschläge. Bereits Anfang des Monats hatte ein Feuer in einem Berliner Kabelkanal den Regionalverkehr lahmgelegt; farblinke Extremisten bekannten sich zu der Tat.
Über die deutschen Grenzen hinaus sprengten zwei Ukrainer im Auftrag Russlands eine Bahnstrecke zwischen Warschau und Lublin. Zudem nahm die Polizei drei Männer fest, die Brand- und Bombenanschläge auf den deutschen Güterverkehr geplant haben sollen. Die Motive der Täter waren vielfältig: Mit 37 Fällen war die Kategorie „sonstige Zugehörigkeit“ am häufigsten vertreten. Es folgten mutmaßlich linksextremistische (18), religiös motivierte (16), rechtsextremistische (10) und ausländisch gesteuerte Straftaten (12). Zwölf Delikte ordneten die Behörden der neuen Kategorie „Agententätigkeit zu Sabotagezwecken“ zu.
Der Anstieg der Sabotagefälle stellt eine besorgniserregende Entwicklung für die Verkehrssicherheit in Deutschland dar. Die 93 erfassten Vorfälle im Jahr 2025 setzen den Trend fort: 2023 waren es 78, 2024 bereits 58. Die Transportsysteme bleiben anfällig für gezielte Störungen – betroffen sind dabei verschiedene Verkehrsmittel.






