S11-Ausbau zwischen Bergisch Gladbach und Köln startet mit 836 Millionen Euro Finanzierung
Susan auch SchlauchinS11-Ausbau zwischen Bergisch Gladbach und Köln startet mit 836 Millionen Euro Finanzierung
Ausbau der S11-Strecke zwischen Bergisch Gladbach und Köln erreicht Meilenstein: Finanzierung steht, Baubeginn rückt näher
Das Ausbauprojekt der S11-Bahnstrecke zwischen Bergisch Gladbach und Köln hat einen entscheidenden Durchbruch erzielt: Die Finanzierung in Höhe von insgesamt 836 Millionen Euro ist nun gesichert, davon stammen 531 Millionen Euro vom Bund und 305 Millionen Euro vom Land Nordrhein-Westfalen (NRW). Damit können nun Ausschreibungen für Bauaufträge sowie die Planung von Streckensperrungen vorangetrieben werden, wie offizielle Stellen bestätigten.
NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer kündigte an, dass bis zu diesem Sommer alle notwendigen Baugenehmigungen vorliegen sollen. Dies ebnet den Weg für DB InfraGO, um Gleissperrungen anzumelden und Verträge zu vergeben. Die erste größere Einschränkung steht bereits fest: Vom 10. April bis zum 3. Juli 2026 wird die Strecke gesperrt, um den Bau eines neuen digitalen Stellwerks in Köln-Mülheim vorzubereiten.
Umfangreiche Modernisierungen entlang der Strecke Im Rahmen des Projekts sind umfangreiche Aufwertungen geplant. Am Kölner Hauptbahnhof und am Bahnhof Köln Messe/Deutz entstehen zwei neue Mittelbahnsteige, jeweils mit zwei S-Bahn-Gleisen. Der Bahnhof Bergisch Gladbach wird erweitert, und mit Köln-Kalk West kommt ein komplett neuer Haltepunkt hinzu. Sämtliche Stationen zwischen Köln-Holweide und Bergisch Gladbach erhalten barrierefreie Ausbauten.
Ursprünglich sollte das zweite Gleis Anfang 2032 in Betrieb gehen. Aufgrund von Terminüberschneidungen mit anderen Projekten gilt dieser Zeitplan jedoch als unsicher. Ragnar Migenda, Erster Beigeordneter der Stadt Bergisch Gladbach, äußerte die Hoffnung, dass die Bauarbeiten bereits Ende 2030 beginnen könnten. Nach Fertigstellung wird die S11 im 10-Minuten-Takt verkehren, in den Hauptverkehrszeiten fast alle fünf Minuten.
Mehr Kapazität, bessere Erreichbarkeit, häufigere Verbindungen Durch den Ausbau verdoppelt sich die Gleiskapazität, die Barrierefreiheit wird verbessert und das Angebot deutlich ausgeweitet. Trotz möglicher Verzögerungen treiben die Verantwortlichen die Vorbereitungen voran. Ziel des Projekts ist es, Staus auf der Schiene zu reduzieren und Pendler:innen in der Region schnellere und zuverlässigere Verbindungen zu bieten.






