Rösler fordert Mut: Bochum will Stuttgart im Pokal mit Angriffsfußball überraschen
Anatol FrankeRösler fordert Mut: Bochum will Stuttgart im Pokal mit Angriffsfußball überraschen
VfL Bochum-Trainer Uwe Rösler bereitet sein Team auf das schwierige DFB-Pokal-Duell gegen den amtierenden Meister VfB Stuttgart vor. Trotz der klaren Außenseiterrolle betont er, dass seine Spieler angreifen statt sich nur zu verteidigen müssen. Rösler ist überzeugt: Nur mit einer mutigen Spielweise können sie eine Überraschung schaffen.
Bei der Partie wird auch seine Markenzeichen wieder zu sehen sein – die kurzen Hosen, eine skurrile Tradition, die er an der Seitenlinie pflegt.
Rösler hatte den Trainerposten in Bochum unter schwierigen Voraussetzungen übernommen, als er Dieter Hecking ersetzte und der Verein auf Platz 17 der 2. Bundesliga stand. Seitdem hat er die Mannschaft auf Rang 12 geführt und sie aus der Abstiegszone befreit. Seine Arbeit hat dem Team neues Selbstvertrauen gegeben.
Vor dem Spiel gegen Stuttgart betont Rösler die Bedeutung von Geschlossenheit. Jeder Spieler müsse voll hinter der Sache stehen, fordert er – alle müssten "an einem Strang ziehen". Auch die Unterstützung der heimischen Fans sieht der Coach als entscheidend an: Ihre Energie könnte im Duell mit den Schwaben den Unterschied machen. Röslers taktischer Plan ist klar: Bochum muss das Spiel gestalten und Stuttgart unter Druck setzen. Eine passive, defensive Haltung würde den Gästen nur in die Karten spielen. Stattdessen will er, dass sein Team mit Ambitionen und Glauben an sich selbst auftritt – selbst gegen den Titelträger.
Zwar geht Bochum als Underdog in die Partie, doch unter Röslers Führung hat sich die Mannschaft in der Liga bereits deutlich verbessert. Das Pokalspiel bietet nun die Chance, den Fortschritt gegen einen Erstligisten unter Beweis zu stellen. Ein Sieg wäre ein weiterer wichtiger Schritt in seiner noch jungen Amtszeit.