Rosenmontag 2026: Politische Satire trifft auf Rekordstimmung in Köln und Düsseldorf
Anatol FrankeSo prächtig und politisch war der Karneval schon lange nicht mehr - Rosenmontag 2026: Politische Satire trifft auf Rekordstimmung in Köln und Düsseldorf
Hunderttausende Feiernde haben die Straßen von Köln und Düsseldorf gefüllt, um an den Rosenmontagszügen teilzunehmen. Der Höhepunkt des rheinischen Karnevals verbindet ausgelassene Feiern mit scharfer politischer Satire und zieht Menschenmassen an, die in Köln "Alaaf!" und in Düsseldorf "Helau!" rufen.
Die Umzüge 2026 präsentieren aufwendig gestaltete Wagen, die sich mit globalen Führungspersönlichkeiten und brennenden Themen auseinandersetzen. Monatelange Detailarbeit sorgt dafür, dass jeder Witz und jede Anspielung bei den Zuschauern ankommt. In diesem Jahr werden unter anderem Wladimir Putin, Donald Trump, Bundeskanzler Friedrich Merz, die CSU, die AfD und das iranische Regime auf die Schippe genommen.
Ein Motiv zeigt Putin, der Europa verschlingt, ein anderer Wagen stellt Merz auf einem mit Verbrennungsmotor betriebenen Dinosaurier dar – neben Markus Söder. Ein dritter Wagen karikiert einen implodierenden Mullah als Spott auf die iranische Führung. Auch Klimapolitik und der Aufstieg autoritärer Systeme geraten ins Visier, wobei die Wagen ungewöhnlich direkt Stellung beziehen.
Für viele in der Region ist der Besuch des Rosenmontagsumszugs eine geliebte jährliche Tradition. Manche ziehen als Teil von Karnevalsvereinen mit, andere in Familienkostümen, und viele schließen sich spontan an. Die Umzüge bleiben eine Mischung aus Straßenfest-Stimmung, tief verwurzelter Tradition und unverschämter politischer Kritik.
Die Wagen stehen wie immer im Mittelpunkt des Geschehens. Ihre beißende Satire spiegelt monatelange Vorbereitung und eine lange Karnevalstradition wider, die Machtmissbrauch anprangert. Mit Rekordbesucherzahlen haben die Umzüge 2026 den Rosenmontag erneut als kulturelles und politisches Spektakel gefestigt.






