Riesiges Bauprojekt über Parkplätzen im Strundepark sorgt für Diskussionen in Bergisch Gladbach
Anatol FrankeRiesiges Bauprojekt über Parkplätzen im Strundepark sorgt für Diskussionen in Bergisch Gladbach
Ein Entwickler hat ein großes Wohn- und Gewerbeprojekt über bestehenden Parkplätzen im Einkaufszentrum Strundepark in Bergisch Gladbach vorgeschlagen. Der Plan sieht einen achtstöckigen Bau mit einer Länge von 100 bzw. 50 Metern vor – für die Region ungewöhnlich lang und hoch. Normalerweise würde die Größe des Projekts sowie seine Lage in einem Gewerbegebiet nach den üblichen Vorschriften eine Genehmigung ausschließen.
Das Gebäude würde von dem Kreisverkehr am Ende der Hauptstraße aus verlaufen und sich entlang der Körtener Straße fast bis zum zweiten Eingang des Gewerbegebiets Strundepark/Lochermühle erstrecken. Die beiden Flügel des Baus würden nur für eine 220 Jahre alte Blutbuche und einen Transformator getrennt. Der Komplex umfasst eine Ebene oberirdischer Parkplätze, vier Stockwerke mit gemischten Wohn- und Gewerbeeinheiten sowie zwei versetzte Obergeschosse.
Um die üblichen Einschränkungen zu umgehen, will der Entwickler die deutschen Bau-Turbo-Beschleunigungsregeln für Bauvorhaben nutzen. Doch die städtischen Richtlinien besagen, dass diese Regeln in Gewerbegebieten wie Lochermühle nicht angewendet werden sollten. Beamte warnten zudem, dass die Genehmigung eines 26 Meter hohen Gebäudes einen Präzedenzfall schaffen könnte, der es erschweren würde, ähnliche Projekte in Zukunft abzulehnen.
Der Stadtplanungsausschuss wird den Vorschlag am 5. März beraten. Er kann das Projekt genehmigen, abändern, verkleinern oder vollständig ablehnen. Die genaue Anzahl der Wohn- und Gewerbeeinheiten steht noch nicht fest.
Die Entscheidung über das Vorhaben liegt beim Ausschuss. Bei einer Genehmigung würde es sich um eines der größten Bauprojekte in Bergisch Gladbach handeln. Das Ergebnis könnte zudem die zukünftige Bebauung im umliegenden Gewerbegebiet beeinflussen.






