Ricarda Langs scharfer Karnevalswitz trifft Markus Söder bei Aachen-Veranstaltung
Anatol FrankeRicarda Lang nimmt Söder auf den Arm: "Nürnberger Würstchen" - Ricarda Langs scharfer Karnevalswitz trifft Markus Söder bei Aachen-Veranstaltung
Karnevalsveranstaltung in Aachen wird zur Bühne für politischen Humor – Ricarda Lang nimmt Markus Söder aufs Korn
Eine Karnevalsfeier in Aachen entwickelte sich zu einer Plattform für politischen Spott, als die Grünen-Co-Vorsitzende Ricarda Lang den bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder mit beißendem Humor attackierte. In ihrer Rede persiflierte sie den CSU-Politiker und spielte dabei auf dessen frühere Äußerungen über die Bundesforschungsministerin Dorothee Bär (CSU) an. Die locker vorgetragenen, aber pointierten Witze fielen während der Verleihung des Ordens gegen den tierischen Ernst.
Bär selbst wurde bei derselben Veranstaltung geehrt und erhielt in diesem Jahr den Titel Ritter des Ordens. Doch schnell rückte Söders umstrittene Bemerkung – und Langs schlagfertige Reaktion – in den Mittelpunkt.
Der Streit hatte begonnen, als Söder Bär angeblich gesagt haben soll: "Von dir erwarten wir nicht viel, aber wir freuen uns, wenn viel Geld nach Bayern fließt, liebe Doro." Viele empfanden die Aussage als herablassend, ja sogar demütigend. Bär jedoch winkte ab, betonte, Söder habe sich mehrfach entschuldigt, und erklärte die Angelegenheit für erledigt.
Lang trieb die Kontroverse in ihrer Rede weiter auf die Spitze. Sie scherzte über Söders Körpergröße und unterstellte ihm einen "Napoleon-Komplex" – eine spitze Anspielung auf seine Statur. Doch damit nicht genug: Die Grünen-Politikerin bezeichnete ihn auch als "Nürnberger Rostbratwurst mit Troll-Lizenz", ein Bonmot, das beim Publikum für Heiterkeit sorgte.
Trotz der öffentlichen Sticheleien hat Söder bisher nicht auf Langs Äußerungen reagiert. Weder von ihm noch aus seinem Umfeld wurden seit der Veranstaltung Stellungnahmen bekannt.
Der Schlagabtausch zeigt, wie politische Rivalitäten gerade in der Karnevalszeit oft in humorvolle Gefechte umschlagen. Bärs Entscheidung, die Kontroverse herunterzuspielen, deutet darauf hin, dass sie eine weitere Eskalation vermeiden will. Vorerst bleiben die Spitzen unkommentiert – das letzte Wort hat damit Langs scharfzüngige Rede.