Rheinmetall übernimmt DOK-ING und dringt in autonome Verteidigungstechnik vor

Anatol Franke
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Ein Roboter mit einer Waffe in der Hand steht vor einer Stadtkulisse mit Gebäuden, einem Mast und dem Himmel im Hintergrund und sieht bereit für den Kampf aus.Anatol Franke

Rheinmetall übernimmt DOK-ING und dringt in autonome Verteidigungstechnik vor

Rheinmetall steigt mit Übernahme von DOK-ING in autonome Verteidigungssysteme ein

Der Rüstungskonzern Rheinmetall hat einen bedeutenden Schritt in Richtung autonomer Verteidigungssysteme unternommen, indem er 51 Prozent des kroatischen Robotikunternehmens DOK-ING übernommen hat. Die letzte Woche bekannt gegebene Transaktion markiert einen Strategiewechsel für den deutschen Konzern, der in diesem Bereich bisher hinter der Konkurrenz zurücklag. Trotz eines jüngsten Kursrückgangs passt der Deal zu Rheinmetalls langfristiger Ausrichtung, moderne militärische Anforderungen zu erfüllen.

In den vergangenen drei Jahren hatte Rheinmetall im Vergleich zu Mitbewerbern wie MBDA, Leonardo und Thales bei der Entwicklung autonomer Waffensysteme das Nachsehen. Während MBDA hypersonische und KI-gestützte Raketensysteme vorantrieb – etwa mit den Spear-5-Aufrüstungen 2024 –, konzentrierte sich Leonardo auf Drohnenschwärme und unbemannte Kampffahrzeuge, etwa im Rahmen des AWHERO-Projekts. Thales wiederum führte bei autonomen Marinesystemen, darunter die 2024 vorgestellten Sea-Fire-Sensor-Upgrades. Rheinmetalls Engagement blieb dagegen begrenzt und beschränkte sich largely auf späte Autonomie-Nachrüstungen wie die Lynx-KF41-Modernisierungen Ende 2025.

Die Übernahme von DOK-ING schließt eine entscheidende Lücke in Rheinmetalls Portfolio. Das kroatische Unternehmen ist spezialisiert auf robotergestützte Minenräumsysteme, die bereits in Konfliktgebieten wie der Ukraine im Einsatz sind. Dieses Know-how wird Rheinmetalls bestehende Projekte unterstützen, darunter die Initiative Wingman, die autonome Begleitfahrzeuge für Kampfpanzer entwickelt.

Zudem soll in Kroatien ein neues Kompetenzzentrum für autonome Systeme entstehen. Die wachsende Rolle des Landes als strategischer Partner der EU und der NATO verleiht dem Deal zusätzliches Gewicht. Zwar steht noch die regulatorische Genehmigung aus, doch die Übernahme unterstreicht Rheinmetalls langfristigen Fokus auf unbemannte Unterstützungssysteme und Verteidigungstechnologien der nächsten Generation.

Trotz des jüngsten Rückgangs um 6,5 Prozent auf 1.557,50 Euro haben sich Rheinmetalls Aktien im vergangenen Jahr um über 30 Prozent erholt. Der DOK-ING-Deal stärkt die Position des Konzerns im Bereich autonomer Kriegführung und entspricht den Bedürfnissen moderner Streitkräfte. Der Schritt deutet auf eine klare Hinwendung zu fortschrittlichen Robotik- und KI-basierten Fähigkeiten in Rheinmetalls Verteidigungsangebot hin.

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