Reichweitenverlängerer-Lkw revolutionieren die europäische Logistikbranche bis 2028

Krzysztof Löffler
Krzysztof Löffler
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Eine Liniengrafik zeigt den Anstieg der Verkäufe von Elektrofahrzeugen in Australien mit begleitendem Text, der die Daten erläutert.Krzysztof Löffler

Reichweitenverlängerer-Lkw revolutionieren die europäische Logistikbranche bis 2028

Immer mehr große europäische Logistikunternehmen setzen auf Reichweitenverlängerer-Elektro-Lkw (REEVs) als kostengünstige Alternative zu Diesel- und rein batteriebetriebenen Modellen. Neue Marktanalysen deuten darauf hin, dass diese Fahrzeuge die Betriebskosten um bis zu einem Drittel senken könnten, während sie deutlich weniger Ladeinfrastruktur benötigen als voll-elektrische Lastwagen.

REEV-Lkw kombinieren eine kleinere Batterie mit einem Bordgenerator, sodass sie mit etwa der Hälfte der Batteriekapazität eines Standard-Langstrecken-Elektro-Lkw auskommen – rund 280 kWh statt 560 kWh. Diese Verringerung der Batteriegröße reduziert das Fahrzeuggewicht, erhöht die Nutzlast und senkt die Anschaffungskosten.

Aktuelle Studien, darunter Analysen von McKinsey und der European Logistics Association, zeigen, dass zwischen 15 und 20 führende Logistikunternehmen – wie DHL, DB Schenker und Amazon – planen, bis 2028 REEV-Lkw in ihre Flotten zu integrieren. Der Fokus liegt dabei vor allem auf Deutschland, den Niederlanden und Frankreich, wo bereits erste Pilotprojekte laufen.

Ein entscheidender Vorteil der REEVs ist ihre Fähigkeit, über Nacht mit Standard-22-kW-Wechselstromladestationen aufgeladen zu werden. Dadurch entfällt der Bedarf an teuren Megawatt-Schnellladestationen, da die Lkw am folgenden Tag fast vollständig elektrisch betrieben werden können. Die geringere Abhängigkeit von öffentlicher Schnellladeinfrastruktur erleichtert zudem die Integration in bestehende Depotstrukturen.

Die Kosteneinsparungen variieren je nach Region, doch eine Analyse des Ingenieursdienstleisters FEV zeigt, dass REEVs die Gesamtbetriebskosten (Total Cost of Ownership, TCO) im Vergleich zu Diesel-Lkw um bis zu 33 % senken können – abhängig vom Einsatzprofil. Selbst unter den ungünstigsten Fernverkehrsbedingungen liegt die Reduzierung noch bei 14 %. Besonders deutlich sind die Einsparungen in Regionen mit niedrigen Strompreisen, da die nächtliche Depottankstelle es Betreibern ermöglicht, von günstigeren Industrie-Stromtarifen zu profitieren.

Da führende Logistikunternehmen planen, bis 2028 auf REEV-Lkw umzusteigen, wird diese Technologie eine Schlüsselrolle dabei spielen, sowohl Kosten als auch Emissionen im Fernverkehr zu reduzieren. Ihre Fähigkeit, effizient zu operieren, ohne stark auf öffentliche Ladeinfrastruktur angewiesen zu sein, macht sie zu einer praktikablen Lösung für Unternehmen, die sich vom Diesel verabschieden möchten, ohne die hohen Infrastrukturansprüche voll-elektrischer Flotten in Kauf nehmen zu müssen.

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