10 February 2026, 07:08

Prozess um spektakulären Geldtransporter-Raub in Solingen beginnt in Wuppertal

Ein gepanzerter Transporter vor einem Metallzaun mit einem daran befestigten Schild, mit Fahrzeugen, Bäumen, Gebäuden und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

Prozess um spektakulären Geldtransporter-Raub in Solingen beginnt in Wuppertal

Hochkarätiger Prozess beginnt am 19. Februar in Wuppertal: Raubüberfall auf Geldtransport in Solingen 2019

Am 19. Februar beginnt in Wuppertal ein viel beachteter Prozess zu einem bewaffneten Raubüberfall aus dem Jahr 2019 in Solingen. Im Mittelpunkt steht ein Angriff auf einen Geldtransport, bei dem Mitarbeiter eines privaten Sicherheitsunternehmens überfallen wurden. Die Ermittler gehen davon aus, dass einige der Täter für dasselbe Unternehmen werden, das sie überfallen haben.

Der Raub ereignete sich im Januar 2019 in einer Filiale der Sparkasse an der Fronhofstraße im Solinger Stadtzentrum. Mehrere vermummte Angreifer überwältigten das Sicherheitspersonal, während dieses Geldautomaten nachfüllte. Ein Mitarbeiter wurde gefesselt, während die Täter Geldkassetten mit einer geschätzten Beute von 526.000 Euro raubten.

Um ihre Spuren zu verwischen, sollen die Angreifer sogar einen eigenen Komplizen gefesselt haben, um den Raub wie einen externen Überfall werden zu lassen. Später konnten die Ermittler einen Teil der Beute – 344.100 Euro – in einer Dortmunder Wohnung sichern.

Zwei der Angeklagten wurden bereits in separaten Verfahren wegen ihrer Beteiligung verurteilt. Einer erhielt 2021 eine vierjährige Haftstrafe wegen Raubes und Waffenvergehen, ein weiterer wurde 2022 zu drei Jahren und sechs Monaten wegen ähnlicher Vorwürfe verurteilt. Nun muss das Landgericht Wuppertal über das Schicksal der verbleibenden Beschuldigten entscheiden.

Alle Angeklagten gelten bis zu einem rechtskräftigen Urteil als unschuldig.

Im Prozess wird insbesondere geprüft, ob Insider eine Schlüsselrolle bei dem Überfall 2019 spielten. Da bereits ein Teil der Beute sichergestellt wurde, wird das Urteil über das weitere Schicksal der letzten Beschuldigten wird entscheiden. Der Fall zieht sich bereits über sechs Jahre hin, bis er nun vor Gericht kommt.