Polizei stoppt "Autoposer": Raser, Tuning-Treffen und hohe Bußgelder in Minden-Lübbecke
Anatol FrankePolizei stoppt "Autoposer": Raser, Tuning-Treffen und hohe Bußgelder in Minden-Lübbecke
Polizei in Minden-Lübbecke geht gegen „Autoposer“ und Tuning-Szene vor
Bei einer großangelegten Kontrollaktion hat die Polizei in Minden-Lübbecke am Wochenende gegen Verkehrsverstöße und illegale Treffen im Umfeld der sogenannten „Autoposer“- und Tuning-Szene vorgegangen. In Bad Oeynhausen und Porta Westfalica kontrollierten Beamte rücksichtslose Fahrer, verhängten Bußgelder und lösten unangemeldete Zusammenkünfte von Autofans auf.
Den Auftakt bildete eine Geschwindigkeitsmessung auf der Kanalstraße, wo insgesamt 1.070 Fahrzeuge erfasst wurden. 134 Fahrer überschritten dabei das zulässige Tempo von 50 km/h – der schnellste Verstoß kam von einem 30-jährigen Mann aus Herford, der mit seinem Volkswagen 91 km/h fuhr.
Ein Konvoi aus acht stark modifizierten Fahrzeugen versuchte, den Werre-Park zu erreichen, wurde jedoch von der Polizei gestoppt. Auf dem Parkplatz entdeckten die Beamten eine Gruppe von Autofans mit Klappstühlen, woraufhin gegen acht Personen Platzverweise verhängt wurden.
Am Kaiser-Wilhelm-Denkmal in Porta Westfalica wurden rund 15 Fahrzeuge – überwiegend Oldtimer und Youngtimer – dokumentiert. Insgesamt mussten 113 Fahrer wegen Rasens Bußgelder zahlen, 21 wurden wegen Ordnungswidrigkeiten angezeigt, und vier müssen nun mit dem Entzug ihres Führerscheins rechnen.
Die Behörden kündigten an, die Kontrollen fortzusetzen, um sowohl Geschwindigkeitsüberschreitungen als auch nicht genehmigte Treffen der Tuning-Szene zu unterbinden. Die Wochenendaktion führte zu Bußgeldern, Platzverweisen und möglichen Fahrverboten. Die Polizei betonte, dass weitere Streifen folgen werden, um illegale Versammlungen und gefährliches Fahrverhalten zu verhindern. Die verschärften Maßnahmen sind eine Reaktion auf wiederholte Beschwerden über Verkehrsverstöße in der Region.






