Polizei löst gewaltsame Proteste in Köln und Bonn auf
Kölner Polizei greift an mehreren Protestorten ein
Am Freitagmorgen rückte die Kölner Polizei an mehreren Stellen in der Stadt aus, um gegen Demonstranten vorzugehen. Betroffen waren die Parteizentrale der SPD, der Rüstungskonzern Rheinmetall AG sowie das Industriegelände von Deutz AG. Bei den Vorfällen kam es zu Hausfriedensbruch, Straßenblockaden und Widerstand gegen die Sicherheitskräfte.
Der erste Zwischenfall ereignete sich gegen 10 Uhr in der Magnusstraße. Rund 20 Personen drangen gewaltsam in die örtlichen SPD-Büroräume ein und weigerten sich, diese zu verlassen. Die SPD erstattete daraufhin Strafanzeige wegen Hausfriedensbruchs, woraufhin die Polizei die Besetzung auflöste. Beamte der Bereitschaftspolizei nahmen die Personalien der Protestierenden auf und wiesen sie des Geländes.
Gegen 10:40 Uhr wurde die Polizei zum Deutz-Werk in der Dillenburger Straße im Stadtteil Kalk gerufen. Mehr als 200 Menschen hatten sich dort versammelt, blockierten den Zugang und versuchten, auf das Firmengelände zu gelangen. Die Einsatzkräfte lösten die Menschenansammlung auf, räumten die Blockade und leiteten Ermittlungsverfahren ein.
Später, gegen 13:50 Uhr, meldete Rheinmetall AG eine Gruppe von 30 bis 40 teilweise vermummtem Personen vor seiner Niederlassung an der Pützchens Chaussee in Bonn-Beuel. Die Demonstranten trugen Transparente mit antimilitaristischen Parolen. Drei Personen leisteten Widerstand und wurden vorläufig festgenommen. Mittlerweile werden mögliche Verstöße gegen das Versammlungsrecht geprüft.
An allen drei Orten setzte die Polizei Maßnahmen durch, um die öffentliche Ordnung wiederherzustellen. Gegen die Beteiligten, die sich des Hausfriedensbruchs und des Widerstands schuldig gemacht haben, wurden Strafverfahren eingeleitet. Die Behörden ermitteln weiterhin wegen möglicher Rechtsverstöße.
