31 March 2026, 16:40

Pistorius besucht Bundeswehr-Reform in Münster – Debatte über neue Wehrpflicht läuft

Offenes Buch mit handschriftlichen deutschen Militärtagebucheinträgen aus dem frühen 20. Jahrhundert, enthaltend Text- und numerische Daten.

Pistorius besucht Bundeswehr-Reform in Münster – Debatte über neue Wehrpflicht läuft

Bundeswehr-Reform: Pistorius besucht Lützow-Kaserne in Münster während Debatte über Wehrpflicht-Modell

Am 10. November 2025 besuchte Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius die Lützow-Kaserne in Münster – zeitgleich debattierte der Verteidigungsausschuss des Bundestags über ein neues Wehrpflichtmodell. Die geplanten Änderungen sind Teil der umfassenden Umstrukturierung des Ausbildungssystems der Bundeswehr, mit der die gestiegenen Personalziele bis 2035 erreicht werden sollen.

Seit dem 1. Juli 2025 setzt die Bundeswehr ein neues, sechsmonatiges Grundausbildungsprogramm um. Anders als früher ist die Ausbildung nun dezentral an mehreren Standorten organisiert, ohne Verlegungen zwischen Kasernen. Jeder Rekrut durchläuft zunächst einen einheitlichen, standardisierten Lehrgang, bevor die spezialisierte Ausbildung beginnt.

In der Lützow-Kaserne in Münster absolvieren derzeit fast 200 Freiwillige das überarbeitete Programm. Pistorius tauschte sich mit Soldaten des Heimatschutzregiments und Rekruten über deren Erfahrungen aus. Sein Entwurf für ein Wehrpflichtgesetz sieht zudem vor, allen 18-Jährigen einen Online-Fragebogen zukommen zu lassen, um ihr Interesse am Wehrdienst zu ermitteln.

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Unterdessen betonte die Debatte im Verteidigungsausschuss die Forderung nach einer breiteren Einbindung der Jugend. Thomas Röwekamp (CDU) sprach sich für eine allgemeine Wehrtauglichkeitsuntersuchung aus, um junge Menschen aktiv einzubinden. Die Bundeswehr strebt an, bis 2035 auf 260.000 aktive Soldaten zu wachsen und gleichzeitig die Reserve auf 200.000 zu verdoppeln.

Der Besuch in Münster und die Ausschussberatungen markieren einen Strategiewechsel in der Rekrutierungspolitik der Bundeswehr. Mit einer längeren, standardisierten Ausbildung und Plänen für eine gezieltere Ansprache bereitet sich das Militär auf eine deutliche Expansion in den kommenden Jahren vor.

Quelle