29 March 2026, 10:28

Personalnot in Arztpraxen: Plötzliche Entspannung bei medizinischen Fachangestellten

Schwarze und weiße architektonische Zeichnung des Rosenhof-Krankenhauses in Hamburg, Deutschland, die detaillierte Layout-Planung mit zahlreichen Drähten zeigt, die elektrische oder strukturelle Pläne darstellen, sowie begleitenden Text.

Personalnot in Arztpraxen: Plötzliche Entspannung bei medizinischen Fachangestellten

Der akute Mangel an medizinischen Fachangestellten in Deutschland hat sich in den letzten Monaten deutlich entspannt. Neue Zahlen zeigen, dass die Anzahl unbesetzter Stellen im dritten Quartal 2025 um 88 Prozent zurückgegangen ist. Dieser Rückgang folgt auf anhaltende Personalengpässe in der ersten Jahreshälfte – trotz eines deutlichen Anstiegs an Auszubildenden in diesem Berufsfeld.

In den ersten sechs Monaten des Jahres 2025 kämpften Arztpraxen und Kliniken bundesweit mit der Besetzung freier Stellen. Zwar begannen mit 16.680 Frauen und 1.146 Männern so viele wie nie zuvor eine Ausbildung zur medizinischen Fachangestellten – bei den Männern war dies der höchste Wert seit 2009 –, doch die Nachfrage überstieg weiterhin das Angebot. Demografische Veränderungen und der Wettbewerb um Arbeitskräfte belasteten die Branche weiter. Insgesamt blieben in den freien Berufen, darunter auch medizinische Fachangestellte, rund 187.000 Stellen unbesetzt.

Für das erste Halbjahr 2025 liegen zwar keine detaillierten Quartalsdaten vor, doch die jährlichen Trends entsprachen denen der Vorjahre. Im dritten Quartal jedoch zeichnete sich eine deutliche Wende ab: Die Zahl der unbesetzten Stellen für medizinische Fachangestellte sank bundesweit auf nur noch 206.

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Die Studie wurde vom Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung (KOFA) am Institut der deutschen Wirtschaft durchgeführt. Die Ergebnisse wurden in der Montagsausgabe der Rheinischen Post veröffentlicht.

Der starke Rückgang der vakanten Stellen deutet auf einen Wendepunkt für die medizinischen Fachangestellten in Deutschland hin. Mit weniger als 250 unbesetzten Positionen könnte sich der Druck auf Praxen und Kliniken verringern. Dennoch bleiben die langfristigen Auswirkungen des demografischen Wandels und der Ausbildungszahlen weiter im Blick.

Quelle