16 March 2026, 22:32

Ölpreise explodieren 2026 – doch die Wasserstoffbranche kämpft mit alten Problemen

Eine Liniengrafik, die die erneuerbare Stromerzeugung nach Brennstoffart von 2000 bis 2040 zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Ölpreise explodieren 2026 – doch die Wasserstoffbranche kämpft mit alten Problemen

Ölpreise steigen 2026 stark an – Wasserstoffbranche im Fokus, doch Probleme bleiben

Die Ölpreise sind zu Beginn des Jahres 2026 stark angestiegen und erreichten Mitte März fast 120 US-Dollar pro Barrel. Der Preisschub folgt auf Spannungen in der Straße von Hormus und die zunehmenden Konflikte zwischen dem Iran und den USA. Diese Entwicklung rückt zwar Wasserstoffunternehmen in den Mittelpunkt, doch viele kämpfen weiterhin mit finanziellen Schwierigkeiten.

Gleichzeitig treiben Städte wie Bielefeld trotz praktischer Rückschläge ihre Wasserstoffprojekte voran, während Investoren der Branche mit Skepsis begegnen.

Der Ölprieschub begann Ende Februar: Die Nordsee-Sorte Brent kletterte von etwa 73,80 US-Dollar auf über 120 US-Dollar bis Mitte März. Bis zum 11. März pendelten sich die Preise bei rund 90 bis 91 US-Dollar ein. Höhere Ölkosten machen Wasserstoff als Alternativkraftstoff in der Regel attraktiver – ein Vorteil für Unternehmen wie den norwegischen Konzern Nel ASA.

Doch die Aktie von Nel ASA notiert nur knapp über ihrem Rekordtief von 0,17 Euro, belastet durch schwache Auftragseingänge und sinkende Umsätze. Immerhin: Am Stuttgarter Börsenplatz eröffnete das Papier 2,5 Prozent höher bei 0,192 Euro. Trotz anhaltender Herausforderungen bleibt das Unternehmen auf Wasserstofftechnologien fokussiert.

Unterdessen kündigte ITM Power ein großes neues Projekt an, doch der Aktienkurs gab um 2,1 Prozent auf 0,73 Euro nach. Investoren verlangen konkrete Ergebnisse statt bloßer Ankündigungen. Ähnlich erging es Bloom Energy: Nach einem viel beachteten, aber enttäuschenden Deal mit Oracle fiel der Kurs um 1,7 Prozent auf 154,51 US-Dollar. Zusätzliche Sorgen bereiten Bedenken über überzogene KI-Investitionen der Tech-Riesen.

In Bielefeld stehen wasserstoffbetriebene Müllfahrzeuge seit Monaten wegen Treibstoffmangels still. Lokale Verantwortliche sprechen von "kleineren Anlaufschwierigkeiten". Die Stadt betont dennoch, sie stehe weiterhin voll hinter der Wasserstoffstrategie – trotz früherer Berichte über Zuverlässigkeitsprobleme in der Flotte.

Der aktuelle Ölpreisanstieg verschafft der Wasserstoffbranche zwar potenzielle Chancen, doch finanzielle und operative Hürden bestehen fort. Unternehmen wie Nel ASA und ITM Power müssen nun beweisen, dass sie Marktchancen in echten Fortschritt umwandeln können. Städte wie Bielefeld setzen unterdessen ihre Wasserstoffprojekte trotz anfänglicher Schwierigkeiten konsequent um.

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