30 January 2026, 09:28

Oberallgäuer Künstler gewinnen renommierten Kunstpreis für legendäre Holzskulptur

Ein geräumiger Raum in der National Gallery of Art in London, der zahlreiche Skulpturen auf Sockeln, eine Bank, eine Tür, ein Schild, eine Decke mit Lampen und Fotorahmen an den Wänden zeigt.

Oberallgäuer Künstler gewinnen renommierten Kunstpreis für legendäre Holzskulptur

Eine Gruppe junger Künstler aus dem Oberallgäu hat den Großen Preis der Sieben Schwaben für eine markante Holzskulptur gewonnen. Die von der Augsburger Allgemeinen verliehene Auszeichnung würdigt ihr kreatives Schaffen, das fast vier Jahrzehnte zurückreicht. Ihr werk, das an ein kleines Flugzeug erinnert, brachte sie bereits 1985 in die Öffentlichkeit.

1985 schufen Gerhard Weiß, Günther Zitzmann, Ecke Recla, Rudi Braxmeier und Martin Baur eine Holzskulptur mit dem Titel Frühkeltische Schindel-Flügel. Das Objekt ähnelte einem Miniaturflugzeug und erregte schnell öffentliche Aufmerksamkeit. Ihr Erfolg führte zwei Jahre später, 1987, zur Gründung des Künstlerkollektivs Die Fachleute.

Die Gruppe machte sich bald mit mutigen und fantasievollen Inszenierungen einen Namen. Im Laufe der Zeit festigten ihre gewagten Projekte ihren Ruf als eines der erfindungsreichsten Künstlerteams der Region. Nun wird ihr frühes werk erneut gewürdigt – mit dem Großen Preis der Sieben Schwaben.

Der Preis ehrt ihren nachhaltigen Einfluss auf die lokale Kunstszene. Zwar war der Name des Kollektivs in älteren Archiven nicht sofort nachweisbar, doch ihr künstlerisches Erbe bleibt unübersehbar. Die Auszeichnung unterstreicht, wie ihre Schöpfung von 1985 den Grundstein für spätere Erfolge legte.

Der Große Preis der Sieben Schwaben bestätigt die bleibende Bedeutung von Die Fachleute und ihrer hölzernen Flugskulptur. Ihr werk wirkt bis heute inspirierend und zeigt, wie ein einziges Projekt ein künstlerisches Vermächtnis prägen kann. Gleichzeitig lenkt die Auszeichnung den Blick auf die ungebrochene Kreativität der Oberallgäuer Kunstszene.