07 February 2026, 23:12

NRW wird mit neuem Fördergesetz zum unangefochtenen Film-Mekka Deutschlands

Eine Schwarz-Weiß-Zeichnung des Reichshallen-Theaters in Berlin, Deutschland, zeigt eine detaillierte Illustration des Auditoriums mit Text oben und unten.

NRW wird mit neuem Fördergesetz zum unangefochtenen Film-Mekka Deutschlands

Nordrhein-Westfalen (NRW) festigt seine Position als Deutschlands führendes Zentrum für Film- und Fernsehproduktionen. Ein neues Fördergesetz verpflichtet Streamingdienste und Sender nun, mindestens 8 % ihrer jährlichen Nettoeinnahmen in lokale Produktionen zu investieren. Die Reform soll die ohnehin schon dominierende Rolle der Region in der Branche weiter stärken.

Der Bundeslandanteil an der deutschen Gesamtproduktion lag 2024 bei 44 % der gedrehten Minuten – ein Anstieg um zwei Prozentpunkte seit 2022. Mit 158 aktiven Produktionsfirmen, von denen viele in und um Köln ansässig sind, führt NRW zudem bei digitalen und On-Demand-Inhalten.

Das vom Bund ausgehandelte Kompromissmodell sieht strengere Investitionsvorgaben für Sender und Streaminganbieter vor. Dem neuen Gesetz zufolge müssen die Anbieter einen Teil ihrer Budgets in europäische und deutsche Produktionen stecken. Eine Unterquote stellt sicher, dass ein Anteil der Mittel gezielt in deutschsprachige Inhalte fließt.

Unternehmen, die mehr als 12 % ihrer Einnahmen investieren, können individuelle Vereinbarungen mit Produktionsfirmen aushandeln. Diese Flexibilität wird von Branchenvertretern begrüßt. Nathanael Liminski, Medienminister von NRW, bezeichnete die Reform als "pragmatische Lösung", die sowohl große Studios als auch kleinere Produktionshäuser unterstütze.

Die Förderung für kommerzielle Filmproduktionen steigt auf 250 Millionen Euro pro Jahr und festigt damit NRWs Spitzenposition. Die Region liegt deutlich vor Bayern, das mit 19 % den zweiten Platz belegt, sowie Berlin mit 13 %. Köln und das Umland bleiben ein zentraler Standort der Branche und beherbergen viele der 158 aktiven Unternehmen im Land.

Die neuen Förderregeln treten in den kommenden Monaten in Kraft und erhöhen die finanzielle Unterstützung für Produktionen in ganz NRW. Mit einem wachsenden Anteil an der nationalen Produktion und einer starken Basis an Produktionsfirmen wird die Region ihre Führungsrolle weiter ausbauen. Die Reform sichert zudem kontinuierliche Investitionen in deutschsprachige und europäische Inhalte.