26 February 2026, 03:37

NRW verschiebt Landtagswahl auf April 2027 – und bricht mit 57-jähriger Tradition

Eine Deutschlandkarte mit Bundesländern in rot und blau, die die Ergebnisse der Wahl von 2016 zeigen, einschließlich der Namen der Kandidaten und des Wahldatums.

NRW verschiebt Landtagswahl auf April 2027 – und bricht mit 57-jähriger Tradition

Nordrhein-Westfalen verschiebt Landtagswahl auf den 25. April 2027 und bricht damit eine jahrzehntelange Tradition. Seit 1970 fanden die Wahlen im bevölkerungsreichsten Bundesland stets im Mai statt. Der Wechsel erfolgt nun aus Sorge vor einer geringen Wahlbeteiligung, die durch Feiertage und Reisepläne im Mai 2027 drohen könnte.

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Rund 13 Millionen Menschen sind bei der anstehenden Abstimmung wahlberechtigt. Bei der letzten Wahl ging die CDU als stärkste Kraft hervor, gefolgt von SPD und Grünen, während FDP und AfD knapp an der Fünf-Prozent-Hürde scheiterten.

Die Entscheidung, den Wahltermin auf April vorzuziehen, soll Kollisionen mit wichtigen Feiertagen vermeiden. Im Mai 2027 fallen Christi Himmelfahrt und Pfingsten auf die ersten beiden Wochenenden – eine Zeit, in der viele Bürgerinnen und Bürger verreisen. Die Behörden befürchteten, dass dies die Wahlbeteiligung schmälern könnte.

Auch alternative Termine im Mai waren problematisch: Viele wären mit Ostern oder sogenannten Brückentagen zusammengefallen, an denen Arbeitnehmer oft freinehmen. Wahlkampf in diesen Phasen hätte die Mobilisierung der Wähler zusätzlich erschwert.

Spekulationen zufolge sollte mit der Verschiebung weder der Muttertag noch das Bundesliga-Finale umgangen werden. Das letzte Mal, dass Nordrhein-Westfalen im April wählte, war 1970 – die anstehende Wahl ist damit die erste im April seit 57 Jahren.

Der neue Termin zielt darauf ab, eine höhere Wahlbeteiligung zu sichern, indem stoßzeitenreiche Ferienperioden gemieden werden. Mit 13 Millionen Wahlberechtigten wird die Abstimmung die politische Ausrichtung des Landes für die kommenden fünf Jahre prägen. CDU, SPD und Grüne werden erneut um die Führung konkurrieren, während kleinere Parteien wie FDP und AfD um ihren Einzug in den Landtag kämpfen müssen.