22 March 2026, 18:31

NRW verschärft Regeln: Schulen erhalten mehr Macht gegen Gewalt und Störungen

Ein Klassenzimmer mit Schülern, die Gesichtsmasken tragen und auf Bänken sitzen oder stehen, mit Büchern und Gegenständen auf den Tischen und Fenstern, einer Tür, Lampen und Ventilatoren im Hintergrund.

NRW verschärft Regeln: Schulen erhalten mehr Macht gegen Gewalt und Störungen

Nordrhein-Westfalen führt schärfere Maßnahmen gegen Gewalt und Störungen an Schulen ein

Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen plant strengere Regelungen, um die zunehmende Gewalt und Störungen an Schulen einzudämmen. Ein entsprechender Gesetzentwurf soll Lehrkräften und Schulleitungen mehr Befugnisse einräumen, um Schüler:innen auszuschließen und Disziplin durchzusetzen. Der Vorstoß folgt auf alarmierende Berichte: 73 Prozent der Schulleiter:innen verzeichneten in den vergangenen fünf Jahren gewalttätige Vorfälle gegen das Personal.

Das geplante Gesetz ermöglicht Schulen schnellere und entschlossenere Maßnahmen. Lehrkräfte und Schulleitungen können Schüler:innen künftig für bis zu vier Wochen vom Unterricht, einzelnen Fächern oder schulischen Veranstaltungen ausschließen. In akuten Fällen – etwa bei Drohungen oder dem Besitz gefährlicher Gegenstände – sind sofortige Ausschlüsse möglich, wobei die Anhörung im Nachhinein stattfindet.

Körperliche Angriffe stellen ein besonders großes Problem dar: 43 Prozent der Schulen meldeten solche Vorfälle. Mehr als zwei Drittel der Schulleiter:innen beobachten seit 2019 einen Anstieg der Gewalt. Die Reformen zielen darauf ab, Schulen eine klarere rechtliche Grundlage zu geben, damit sie auf Bedrohungen und Störungen wirksam reagieren können.

Das Schulministerium fördert zudem die Entwicklung eigener Strategien zur Konfliktbewältigung. Rund 1.200 der 5.500 Schulen im Land haben seit 2019 bereits Interventionspläne eingeführt, die oft Deeskalationstrainings, Auszeit-Regelungen und Lehrerfortbildungen umfassen. Die neuen Regeln erweitern zudem "pädagogische Maßnahmen" wie kurzfristige Umverteilungen oder zweitägige Ausschlüsse bei renitenten Schüler:innen.

Ziel der Landesregierung ist es, Pädagog:innen mehr Sicherheit und Handlungsspielraum zu geben. Durch die Stärkung der Disziplinarmaßnahmen sollen sicherere Lernumgebungen in ganz NRW entstehen.

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Der Gesetzentwurf markiert einen deutlichen Kurswechsel im Umgang mit Schulgewalt in Nordrhein-Westfalen. Mit klareren rechtlichen Kompetenzen können Schulen künftig schneller gegen Störungen und Bedrohungen vorgehen. Gleichzeitig setzen die Reformen auf maßgeschneiderte Lösungen, damit jede Schule die Maßnahmen an ihre spezifischen Bedürfnisse anpassen kann.

Quelle