10 February 2026, 01:01

NRW reformiert KiBiz: 1,5 Milliarden Euro für bessere Kita-Betreuung bis 2027

Ein aufgeschlagenes Buch mit einer Zeichnung von Kindern, die in einer Kita spielen, sowie begleitendem Text und einer Tabelle mit verschiedenen Gegenständen.

NRW reformiert KiBiz: 1,5 Milliarden Euro für bessere Kita-Betreuung bis 2027

Die schwarz-grüne Landesregierung hat einen Entwurf zur Reform des Kinderbildungsgesetzes (KiBiz) vorgelegt, um die Betreuung in Kitas und die frühkindliche Bildung zu verbessern. Der am Freitag vorgestellte Vorschlag ist das Ergebnis monatelanger Zusammenarbeit mit lokalen Verbänden. Die Regierung hat Mittel in Höhe von 1,5 Milliarden Euro zugesagt, um in den kommenden Jahren Einrichtungen zu modernisieren und Träger zu unterstützen.

Im Mittelpunkt der Reform stehen eine zuverlässigere, planbarere und qualitativ hochwertigere Kinderbetreuung. Ein zentrales Ziel ist die Reduzierung von Schließzeiten sowie die Entlastung des Personalmangels durch mehr Flexibilität im Tagesablauf. Die Kern- und erweiterten Öffnungszeiten sollen künftig bedarfsgerecht angepasst werden, sodass Personal dort eingesetzt werden kann, wo es am dringendsten benötigt wird.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der finanziellen Stabilität. Ab dem 1. August 2027 werden jährlich zusätzliche 200 Millionen Euro für die Bewältigung der Umstellungskosten bereitgestellt. Zudem unterstützt die Landesregierung die Träger bei der Gewinnung neuen Personals, um die Fachkräftebasis zu stärken.

Martin Lucke, CDU-Landtagsabgeordneter, begrüßte die geplanten Änderungen. Er bezeichnete die Reform als einen "wichtigen Schritt", um in der gesamten Region eine verlässliche und hochwertige Kinderbetreuung zu gewährleisten. Der Entwurf wurde nach intensiven Beratungen mit den beteiligten Verbänden offiziell in den Landtag eingebracht.

Die Reform bringt mehr Finanzmittel, besser qualifiziertes Personal und größere betriebliche Flexibilität für Kitas mit sich. Eltern und Kinder können mit mehr Stabilität rechnen, während die Träger langfristige Planungssicherheit erhalten. Die Änderungen sollen schrittweise umgesetzt werden, wobei die ersten größeren Finanzspritzen ab 2027 fließen werden.