NRW plant schärfere Handyregeln: Feller will Grundschüler komplett verbieten lassen
Karlheinz MiesNRW plant schärfere Handyregeln: Feller will Grundschüler komplett verbieten lassen
NRW-Bildungsministerin Dorothee Feller hat ihre Position zum Umgang mit Handys in Schulen dargelegt. Sie betont, dass Themen wie soziale Medien, übermäßige Handynutzung und Jugendschutz die gesamte Gesellschaft betreffen – nicht nur den Bildungsbereich. Ihre Vorschläge umfassen strengere Regeln für jüngere Schülerinnen und Schüler sowie mehr Flexibilität für ältere Jugendliche.
Feller fordert ein vollständiges Handyverbot während der Schulzeit für Grundschulkinder. An weiterführenden Schulen schlägt sie differenzierte Regelungen vor, die sich am Alter und den Bedürfnissen der Schüler orientieren.
Ihrer Ansicht nach sollten Lehrkräfte entscheiden, wann und wie Handys im Unterricht eingesetzt werden. Dieser Ansatz ermöglicht eine gezielte Nutzung, ohne auf eine pauschale Verbotslösung zu setzen. Zudem unterstreicht Feller die Bedeutung von Medienkompetenz, um Kinder vor Online-Gefahren wie Cybergrooming zu schützen.
In ihren Äußerungen verwies sie darauf, dass Schüler an Gesamtschulen pro Woche etwa 110 Stunden wach sind – davon verbringen sie nur 28 Stunden in der Schule. Dies zeige, wie begrenzt der zeitliche Rahmen für pädagogische Maßnahmen sei.
Die Ministerin plädiert dafür, Handys an weiterführenden Schulen unter Aufsicht der Lehrkräfte im Unterricht zuzulassen. Gleichzeitig ruft sie zu einem gesamtgesellschaftlichen Engagement gegen digitale Risiken auf. Schulen in NRW könnten nun ihre Richtlinien im Lichte dieser Empfehlungen überprüfen.






