NRW ermittelt gegen 7.000 Influencer wegen möglicher Steuerhinterziehung
Karlheinz MiesSteuerfahnder durchleuchten 7.000 Influencer in NRW - NRW ermittelt gegen 7.000 Influencer wegen möglicher Steuerhinterziehung
Steuerbehörden in Nordrhein-Westfalen (NRW) haben eine groß angelegte Untersuchung gegen mehr als 7.000 Social-Media-Influencer eingeleitet. Die Ermittlungen zielen darauf ab, mögliche Steuerhinterziehung unter Content-Creatorn aufzudecken – ausgelöst durch die Auswertung eines umfangreichen Datensatzes, der mit digitalen Plattformen verknüpft ist.
Das Landesamt zur Bekämpfung der Finanzkriminalität (LBF NRW) hat Daten von mehreren Plattformen zusammengetragen und tausende Einträge gesammelt. Die Unterlagen waren zuvor erworben worden, um Ungereimtheiten in den Steuererklärungen von Influencern, Gamern und Bloggern zu identifizieren.
Jeder Einzelfall wird nun gesondert geprüft, um festzustellen, ob die Steuern in voller Höhe abgeführt wurden. Aufgrund der hohen Zahl der Betroffenen dürfte das Verfahren beträchtliche Zeit in Anspruch nehmen.
Die Ermittlungen folgen auf ein Seminar der Bundesfinanzakademie, das sich speziell mit der Prüfung digitaler Steuerpflichtiger befasste. Zwar wird NRW als einziges Bundesland namentlich genannt, doch deutet die Aktion auf eine bundesweite Überprüfung von Online-Verdiensten hin.
Die Überprüfung soll klären, ob Influencer ihren steuerlichen Verpflichtungen nachgekommen sind. Mit über 7.000 Fällen könnte das Ergebnis langfristig Auswirkungen darauf haben, wie digitale Einkünfte künftig überwacht werden. Weitere Details zu konkreten Feststellungen oder der Einbindung anderer Bundesländer wurden von den Behörden bisher nicht bekannt gegeben.