03 February 2026, 15:20

Nordische Literaturtage in Hamburg feiern skandinavische Stimmen und Debüts

Ein offenes Buch mit einer detaillierten Landkarte von Skandinavien, einschließlich geografischer Merkmale wie Bergen, Flüssen und Städten, mit begleitendem Text.

Nordische Literaturtage in Hamburg feiern skandinavische Stimmen und Debüts

Nordische Literaturtage starten in Hamburg mit starker Autor:innen-Riege

Das Festival Nordische Literaturtage beginnt in Hamburg mit einem beeindruckenden Programm an Schriftsteller:innen. Linn Ullmann wird die Veranstaltung mit der Präsentation ihres autofiktionalen Romans "Mädchen, 1983" eröffnen. Vom 24. bis 27. November versammelt das Festival etablierte Namen und neue Stimmen aus der gesamten nordischen Region.

Den Auftakt bildet Ullmanns Lesung, gefolgt von Karen Köhlers Vorstellung der deutschen Übersetzung desselben Romans. Am Dienstag stehen patriarchale Strukturen im Mittelpunkt der Diskussionen, während am Mittwoch Kathrine Nedrejord, eine Autorin mit samischer Herkunft, zu Gast sein wird.

An der Hochschule für bildende Künste Hamburg (HfbK) werden sechs Autor:innen die poetische Kartierung ihrer persönlichen Biografien erkunden. Eine eigene Veranstaltung über Island bringt Pedro Gunnlaugur Garcia und Berit Glanz zusammen. Die meisten Lesungen finden in den Originalsprachen statt, mit deutschen Untertiteln.

Debütant:innen wie Susanna Hast (Finnland) und Cecilie Lind (Dänemark) teilen sich die Bühne mit renommierten Autor:innen wie Helle Helle und Katja Kettu. Das Festival knüpft damit an eine Tradition an, die 1986 begann und ursprünglich mit der jährlichen Buchhändlerkonferenz in Hamburg verbunden war.

Im Fokus stehen sowohl neue als auch etablierte Stimmen der nordischen Literatur. Lesungen, Diskussionen und Übersetzungen laufen bis zum 27. November. Das diesjährige Programm unterstreicht die langjährige Rolle des Festivals bei der Förderung von Literatur aus Dänemark, Finnland, Island, Norwegen und Schweden.