Neun Städte im Rhein-Gebiet schlagen gegen organisierte Kriminalität und Sozialbetrug zurück
Karlheinz MiesNeun Städte im Rhein-Gebiet schlagen gegen organisierte Kriminalität und Sozialbetrug zurück
Neun Städte in der Rhein-Wupper-Region haben sich offiziell zusammengeschlossen, um organisierte Kriminalität und Sozialbetrug gemeinsam zu bekämpfen. Die Initiative GeKo Rhein-Wupper vereint Wuppertal, Solingen, Remscheid, Velbert, Mettmann, Haan, Hilden, Langenfeld und Monheim in einer kommunenübergreifenden Zusammenarbeit. Weitere Städte wie Hückeswagen, Radevormwald und Leichlingen könnten sich künftig ebenfalls beteiligen.
Bei einer kürzlichen gemeinsamen Aktion unter der Leitung von Oliver Konsierke wurden in Langenfeld betrügerische Meldepraktiken aufgedeckt. Die Ermittler stießen in Reusrath auf 12 Scheinwohnsitze, die allesamt auf EU-Ausländer registriert waren. Diese Personen werden nun abgemeldet.
In einem weiteren Objekt in Richrath entdeckten Behörden unautorisierte Nutzungsänderungen, die gegen das Wohnraumstärkungsgesetz verstoßen. Auch hier führte ein Meldeverstoß zur Abmeldung – zudem besteht der Verdacht einer vorgetäuschten Vaterschaftsanerkennung im Zusammenhang mit Aufenthaltstiteln. Auf demselben Grundstück wurden außerdem illegale Baumaßnahmen und mögliche Lohnvorenthaltung festgestellt.
In einem dritten Fall löste eine weitere Adresse den Verdacht auf Scheinanmeldungen aus, die darauf abzielten, Einwanderungsregeln zu umgehen. Zudem fielen sieben Personen auf, deren rechtlicher Status unklar ist, da sich auf ihren Grundstücken Büroräume und Lagerflächen ohne offizielle Gewerbeanmeldung befinden.
Die Langenfelder Behörden verzeichnen zudem ungewöhnliche Investitionsmuster: Personen erwerben dort Immobilien, die in keinem Verhältnis zu ihren angegebenen Einkünften stehen. Ziel der Initiative ist es, die Zusammenarbeit zwischen den Behörden zu verbessern und die Widerstandsfähigkeit gegen Kriminalität zu stärken.
Die GeKo Rhein-Wupper-Initiative hat bereits zahlreiche Fälle von Betrug, illegalen Wohnverhältnissen und Meldeverstößen aufgedeckt. Mit neun aktiv beteiligten Städten soll die Kooperation organisierte Kriminalität und Sozialmissbrauch in der Region wirksam unterbinden. Weitere Ermittlungen zu verdächtigen Immobiliengeschäften und Scheinanmeldungen werden erwartet.






