21 December 2025, 22:56

Neues Pendlergeld: Wer in NRW am meisten profitiert

Eine Person fährt mit dem Fahrrad auf einem Gehweg mit vielen Menschen, Bussen mit Text darauf, Gebäuden und Laternen im Hintergrund.

Neues Pendlergeld: Wer in NRW am meisten profitiert

Neue Pendlerpauschale: Wer in NRW besonders profitieren könnte

Teaser: Der Bundestag hat die Erhöhung der Pendlerpauschale beschlossen. Unsere Beispiele zeigen, wie stark die Entlastung ausfällt.

Artikel: Der Bundestag hat eine deutliche Anhebung der Pendlerpauschale beschlossen, die ab dem 1. Januar 2026 in Kraft treten soll. Von den neuen Regelungen profitieren künftig fast alle Arbeitnehmer – unabhängig davon, wie sie zur Arbeit kommen oder wie lang ihr Arbeitsweg ist, sofern er pro Strecke mindestens einen Kilometer beträgt.

Bisher beziehen 13,8 Millionen Beschäftigte die Pendlerpauschale, viele von ihnen pendeln in größere Städte. Das überarbeitete System sieht nun eine Erstattung von 38 Cent pro Kilometer ab dem ersten Kilometer vor. Bisher erhielten vor allem kürzere Strecken oft keine Förderung.

Die größten finanziellen Vorteile haben künftig Arbeitnehmer mit kurzen Pendelstrecken. Ein Vollzeitbeschäftigter, der fünf Tage die Woche arbeitet, könnte bis zu 352 Euro jährlich sparen. Die maximale jährliche Entlastung für Nutzer öffentlicher Verkehrsmittel, Radfahrer oder Fußgänger bleibt hingegen bei 4.500 Euro gedeckelt, während Autofahrer keine Obergrenze haben. Kritiker bemängeln, dass die Reform vor allem Besserverdiener begünstige und klimaschädliches Verkehrsverhalten fördern könnte. Die bisherige Pendlerpauschale kostet den Staat bereits 5,5 Milliarden Euro pro Jahr. Falls der Bundesrat dem Vorhaben zustimmt, könnten Arbeitnehmer insgesamt bis zu 1,4 Milliarden Euro zusätzliche Steuerentlastung erhalten.

Die überarbeitete Pauschale gilt für fast alle Beschäftigten, die Fahrtkosten in der Steuererklärung geltend machen. Die bisherigen Mindestentfernungen entfallen, und alle Verkehrsmittel werden berücksichtigt. Die endgültige Entscheidung liegt nun beim Bundesrat, bevor die Neuregelung 2026 in Kraft tritt.