Neuer Stiftungschef verdient mehr als seine Vorgängerin – und fördert Habeck-Doku
Neuer Stiftungschef verdient mehr als seine Vorgängerin – und fördert Habeck-Doku
Walid Nakschbandi übernahm 2023 die Geschäftsführung der Film- und Medienstiftung NRW. Sein Gehalt im ersten Amtsjahr belief sich auf 255.000 Euro – und lag damit über dem seines Vorgängers. Unter seiner Leitung förderte die Stiftung bereits eine vielbeachtete Dokumentation über Robert Habeck.
Bevor Nakschbandi zur NRW-Stiftung wechselte, arbeitete er als Produzent für das ZDF sowie bei der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck, zu der die Wochenzeitung Die Zeit gehört. Er folgte auf Petra Müller, die 2023 noch 241.000 Euro verdiente – 14.000 Euro weniger als Nakschbandis aktuelles Gehalt. Seine Bezüge speisen sich teilweise aus Landessteuermitteln und Gebühren der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten.
Die Stiftung verwaltet ein jährliches Förderbudget von rund 35 Millionen Euro. Die Anteilseigner sind das Land Nordrhein-Westfalen (40 Prozent), der Westdeutsche Rundfunk (WDR, 40 Prozent) sowie zu je zehn Prozent das ZDF und RTL. Zu den jüngsten Projekten zählt die Dokumentation Now. Where To?, die sich mit dem Politiker Robert Habeck befasst.
Innerhalb der Stiftung leitet Christina Bentlage die Förderabteilung und ist maßgeblich für die Budgetvergabe verantwortlich. Sie verfügt zudem über Prokura und ist mit dem Produzenten der Habeck-Dokumentation liiert. Die ehemalige Direktorin des Grimme-Instituts, Frauke Gerlach, bezog Anfang 2024 ein Festgehalt von knapp 48.200 Euro sowie rund 3.000 Euro für ihre Altersvorsorge.
Die Stiftung bleibt eine centrale Säule der deutschen Medienlandschaft und verteilt jährlich Millionen an Fördergeldern. Nakschbandis Gehalt und Führung haben dabei besondere Aufmerksamkeit erregt – ebenso wie die engen Verbindungen der Organisation zu großen Sendern und staatlicher Unterstützung. Die aktuelle Habeck-Dokumentation zählt zu den jüngsten prestigeträchtigen Investitionen der Stiftung.
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