23 May 2026, 08:30

Neuer Energiewende-Bericht wirft Fragen zur Vergabepraxis auf

Bundesregierung gibt Informationen zum Energieübergangsmonitoring-Auftrag bekannt

Neuer Energiewende-Bericht wirft Fragen zur Vergabepraxis auf

Ein neuer Monitoring-Bericht zur Energiewende wurde der Bundesregierung vorgelegt. Das am 15. September übergebene Dokument untersucht zentrale Aspekte des deutschen Umstiegs auf erneuerbare Energien. Im Parlament sind seitdem Fragen zu seiner Erstellung aufgekommen, wobei die Fraktion der Linken Klarheit über die Vergabepraxis des Berichts fordert.

Der Auftrag für den Bericht erging vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) unter straffen Zeitvorgaben. Aufgrund des engen Zeitrahmens wurde der Zuschlag im Rahmen einer bestehenden Rahmenvereinbarung vergeben. Das Energiewirtschaftliche Institut an der Universität zu Köln (EWI) übernahm die federführende Bearbeitung, unterstützt von der BET Consulting GmbH als Konsortialführerin.

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Zu den Aufgaben zählte eine detaillierte Prüfung der Stromnachfrageprognosen, der Versorgungssicherheit sowie des Ausbaus erneuerbarer Energien. Zudem wurden der Netzausbau, die Digitalisierung und der Hochlauf der Wasserstoffproduktion bewertet. Um die knappe Frist einzuhalten, wurde eine Metaanalyse in Auftrag gegeben; eine Leistungsbeschreibung ging am 12. Juni an BET Consulting.

Am 9. September reichte die Linksfraktion eine Kleine Anfrage zur Vergabe des Berichts ein. Die Antwort der Bundesregierung blieb jedoch vage – insbesondere zu Kontakten, Gesprächen oder Absprachen, die noch vor Amtsantritt der aktuellen Ministerin getroffen wurden.

Der fertige Bericht unterliegt dem Urheberrecht und darf nicht unbefugt kopiert oder verbreitet werden. Seine Erkenntnisse fließen nun in die laufenden Debatten zur Energiewende ein. Die begrenzten Angaben der Regierung zu vorangegangenen Absprachen lassen jedoch weiterhin Fragen offen.

Quelle