Neue Erkenntnisse zur jüdischen Flucht aus Duisburg nach 1933
Am 13. November 2023 stellt Johanna Ritzel ihre Masterarbeit über die Flucht und Auswanderung der jüdischen Gemeinde Duisburgs vor. Die Veranstaltung im Stadtarchiv ist die erste systematische Untersuchung dieser Art seit 1986. Ihre Forschung beleuchtet, wie viele Bewohner:innen die Stadt verließen, wann dies geschah und welche Gründe dahinterstanden.
Die Präsentation beginnt um 18:15 Uhr in der DenkStätte des Duisburger Stadtarchivs. Im Mittelpunkt von Ritzels Arbeit stehen individuelle Schicksale: Sie zeichnet die Lebenswege jüdischer Männer und Frauen nach, die vor Verfolgung und Vertreibung standen. Die Frage, warum manche blieben und andere gingen, bleibt zentral für ihre Erkenntnisse.
Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Allerdings ist die Teilnehmerzahl auf 60 Personen begrenzt. Die Studie erscheint zu einer Zeit, in der Migration, Flucht und Vertreibung weltweit debattiert werden.
Ritzels Forschung schließt eine 37-jährige Lücke in der Dokumentation und liefert neue Einblicke in den zeitlichen Ablauf und das Ausmaß der Auswanderungswellen aus Duisburg. Die Veranstaltung bietet die Gelegenheit, detaillierte Berichte über die jüdische Emigration aus der Stadt zu hören. Die Ergebnisse werden kostenlos präsentiert, die Platzzahl ist jedoch auf 60 Gäste beschränkt. Die Präsentation bereichert die globale Diskussion über Zwangsmigration und Neuansiedlung um eine lokale Perspektive.






