Neue Emmendinger Ausstellung zeigt Schicksale deutscher Minderheiten nach 1945
Krzysztof LöfflerNeue Emmendinger Ausstellung zeigt Schicksale deutscher Minderheiten nach 1945
Städtisches Museum Emmendingen eröffnet am Sonntag eine neue Ausstellung
Unter dem Titel „Nach dem Krieg: Was bleibt uns?“ widmet sich die Schau ab diesem Sonntag den Schicksalen deutschsprachiger Minderheiten aus Osteuropa nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Ausstellung verbindet Geschichte, Kunst und persönliche Erzählungen in einem ungewöhnlichen Format.
Es handelt sich um das erste große Projekt der neuen Museumsleiterin, Leni Perenčević. Gemeinsam mit der Künstlerin und Autorin Ludmilla Bartscht hat sie eine inszenierte Präsentation im Stil eines Graphic Novels entwickelt. Im Mittelpunkt stehen Themen wie Vertreibung, Identität und Erinnerung – erzählt aus der Perspektive jener, die ihre Heimat verlassen mussten.
Ein lokaler Bezug prägt die Ausstellung: Sie beleuchtet die Geschichte der Spätaussiedler in Emmendingen, darunter die Lebensgeschichte einer Russlanddeutschen, die im Stadtteil Bürkle-Bleiche aufwuchs. Mit der Verbindung von Kunst und Geschichte möchte das Museum zum Nachdenken über das Zusammenleben anregen.
Die Eröffnung findet am Sonntag, den 21. Juni, um 11:15 Uhr mit einem Empfang statt. Die Ausstellung ist bis zum 8. November 2023 zu sehen. Geöffnet ist das Museum mittwochs und sonntags von 14 bis 17 Uhr sowie nach Vereinbarung.
Die Schau bietet eine vertiefte Auseinandersetzung mit der Nachkriegsmigration und ihren persönlichen Folgen. Durch die Verknüpfung historischer Ereignisse mit individuellen Schicksalen lädt sie die Besucher ein, sich auf besondere Weise mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen. Mit diesem nachdenklich stimmenden Projekt setzt die neue Museumsleiterin ein starkes Zeichen.






