Mordprozess in Krefeld: Angeklagter soll Vorgesetzten erstochen haben
Susan auch SchlauchinMordprozess in Krefeld: Angeklagter soll Vorgesetzten erstochen haben
Ein 25-jähriger Mann aus Afghanistan steht seit dieser Woche vor dem Landgericht Krefeld, wo er sich wegen des Mordes an seinem Vorgesetzten verantworten muss. Die Tat ereignete sich im Mai vergangenen Jahres in einer Filiale der Modekette New Yorker, wo der Angeklagte dem Opfer laut Anklage im Pausenraum für Mitarbeiter mit einem Messer schwerste Verletzungen zugefügt haben soll. Der Prozessbeginn zog zahlreiche Zuschauer an und stößt auf großes öffentliches Interesse.
Die Staatsanwaltschaft eröffnete die Verhandlung mit der Verlesung der Mordanklage. Dabei führte sie aus, der Angeklagte leide an paranoider Schizophrenie und sei zum Zeitpunkt der Tat nicht schuldfähig gewesen. Dennoch droht ihm im Falle einer Verurteilung eine lebenslange Freiheitsstrafe.
Wie das Gericht erfuhr, hatte sich der Messerangriff kurz vor Ladenschluss ereignet. Bei Prozessbeginn füllten Angehörige, Freunde und Kollegen des Opfers den Zuschauerraum. Der Angeklagte selbst schwieg während der gesamten Sitzung; sein Verteidiger kündigte an, er werde sich erst in der nächsten Verhandlung am 20. November äußern.
In der Eröffnungsverhandlung wurden keine Zeugen gehört. Die von der Staatsanwaltschaft geltend gemachte verminderte Schuldfähigkeit könnte dazu führen, dass das Gericht statt einer Haftstrafe eine Unterbringung in einer psychiatrischen Einrichtung auf unbestimmte Zeit anordnet.
Die Fortsetzung des Prozesses ist für den 20. November angesetzt, wenn der Angeklagte erstmals vor Gericht Stellung nehmen soll. Bei einer Verurteilung könnte er in eine psychiatrische Klinik statt in ein reguläres Gefängnis eingewiesen werden. Der Fall bleibt weiter Gegenstand intensiver öffentlicher Aufmerksamkeit, während die Verhandlung schrittweise voranschreitet.






