Mordprozess: Angeklagter gesteht Messerangriff auf Ehefrau – doch war es Notwehr?
Krzysztof LöfflerAussage im Mordprozess: Angeklagter berichtet von Angriff - Mordprozess: Angeklagter gesteht Messerangriff auf Ehefrau – doch war es Notwehr?
Ein Mann, der wegen Mordes vor Gericht steht, hat eingeräumt, seine Frau erstochen zu haben, behauptet jedoch, in Notwehr gehandelt zu haben. Der Vorfall ereignete sich nach einem heftigen Streit über eine geplante Reise in die Niederlande. Die Rettungskräfte fanden den Angeklagten mit einer schweren Bauchverletzung vor, nachdem er selbst die Polizei alarmiert hatte.
Die Staatsanwaltschaft führt aus, der 48-jährige Angeklagte habe die engen Kontakte seiner Frau zu Freunden und Familie nicht akzeptieren können. Der Streit zwischen den beiden soll eskaliert sein, bevor es in ihrer gemeinsamen Wohnung zur Tat kam.
Laut gerichtsmedizinischem Bericht erlitt das Opfer 32 Stichwunden im Oberkörper. Nach dem Angriff rief der Angeklagte den Notruf an und behauptete gegenüber den Mitarbeitern, er sei zuerst angegriffen worden. Die eintreffenden Rettungskräfte fanden ihn mit einer tiefen Bauchverletzung vor, die die Behörden zunächst für einen Suizidversuch hielten.
Ermittler kamen später zu dem Schluss, dass die Wunde wahrscheinlich selbst zugefügt wurde, während der Angeklagte weiterhin behauptet, seine Frau habe ihn während der Auseinandersetzung verletzt. Die Verhandlung geht weiter, während die Staatsanwaltschaft ihre Argumentation gegen die Notwehrbehauptung aufbaut.
Der Angeklagte bleibt bis auf Weiteres in Untersuchungshaft, während das Gericht Beweismaterial vom Tatort und Zeugenaussagen prüft. Das Urteil wird entscheiden, ob es sich um einen vorsätzlichen Mord oder um Notwehr handelte. Der Fall sorgt wegen der Schwere der Verletzungen und der widersprüchlichen Schilderungen des Tathergangs für Aufsehen.






