Moers' Bürgermeisterin übernimmt Schirmherrschaft für jüdisches Erbe und neue Broschüre
Krzysztof LöfflerMoers' Bürgermeisterin übernimmt Schirmherrschaft für jüdisches Erbe und neue Broschüre
Bürgermeisterin Julia Zupancic hat sich mit Vorstandsmitgliedern der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Moers getroffen, um ihre Unterstützung für deren Arbeit zu bekräftigen. Bei dem Treffen begann offiziell auch ihre Schirmherrschaft über den Verein. Zudem wurde die neue Broschüre "Spuren jüdischen Lebens" vorgestellt.
Die Gesellschaft setzt sich seit Langem für die Bewahrung des Gedenkens an die jüdische Geschichte in Moers ein. Ihre jüngste Veröffentlichung, "Spuren jüdischen Lebens", dokumentiert die wenigen noch sichtbaren Zeugnisse der jüdischen Vergangenheit der Stadt – darunter die ehemalige Synagoge, die Stolpersteine sowie Aufzeichnungen über Deportationen. Die Broschüre ist ab sofort für drei Euro in öffentlichen Einrichtungen in Moers erhältlich.
Zupancic betonte ihr Engagement gegen Antisemitismus und für die lebendige Erinnerung an das jüdische Erbe der Stadt. Ihre Schirmherrschaft, die im März 2026 offiziell begann, soll diese Bemühungen weiter stärken. Der Verein wurde bereits zweimal – 1986 und 2012 – mit der Buber-Rosenzweig-Medaille für seine Verdienste um den christlich-jüdischen Dialog ausgezeichnet.
Ein zentrales Anliegen der Gesellschaft bleibt die Einbindung jüngerer Generationen. Durch regelmäßige Kooperationen mit örtlichen Schulen wird das Bewusstsein für die Stadtgeschichte gefördert. Zudem profitiert der Verein von starken überregionalen Netzwerken, die Moers bereits die renommierte Buber-Rosenzweig-Medaille einbrachten.
Die neue Broschüre bietet einen detaillierten Einblick in die jüdische Geschichte der Stadt. Mit der Unterstützung der Bürgermeisterin plant die Gesellschaft, ihre Bildungs- und Gedenkinitiativen auszubauen. Die Veröffentlichung liegt nun an zentralen Orten in Moers für Interessierte aus.






